Erstellt am 25. September 2018, 02:26

von Claus Stumpfer

Ein Tag der Rekorde für St. Pölten. Vier St. Pöltner bleiben beim Halbmarathon in der Wachau unter 1:20 Stunden. Wolfgang Wallner gewinnt zum sechsten Mal.

Wolfgang Wallner feiert sechsten Sieg in der Wachau  |  Benjamin Butschell

Mit einer Zeit von 1:00:20 Stunden hat der Kenianer Geoffrey Ronoh den Wachau-Halbmarathon gewonnen. Während er den Streckenrekord knapp verpasste, stellte die 27-jährige Perendis Lekapana bei den Frauen nach 15 Jahren einen neuen auf — 1:09:21. 2003 hatte die Ungarin Beata Rakonzcai die Strecke in einer Zeit von 1:09:45 absolviert. „Wir haben diesmal vier sehr starke Frauen da gehabt und gute Bedingungen. Ich freue mich sehr, dass sie das genutzt haben“, freute sich Veranstalter Michael Buchleitner.

Favorit Geoffrey Ronoh verpasste hingegen den Streckenrekord. Er war 2014 in Kärnten mit 59:45 Minuten die schnellste jemals in Österreich Halbmarathon-Zeit gelaufen. Sein erklärtes Ziel für den Halbmarathon in der Wachau war es, diese persönliche Bestzeit zu verbessern. Das gelang ihm allerdings nicht. Ronoh kam am Sonntag kurz nach 11.00 Uhr nach einer Zeit von 1:00:20 im Ziel in Krems an. Den Streckenrekord bei Wachau-Halbmarathon hält damit weiterhin Ronohs Landsmann Peter Kirui, der heuer nicht am Start war. Er hatte die Strecke vor zwei Jahren in 59:53 Minuten absolviert.

Erfolgreiches Rennen für Union-Athleten

Die Österreicherwertung blieb fest in niederösterreichischer Hand: In einer großartigen Zeit von 1:11:40 wurde Michael Stulik vom UVB Purgstall bester Österreicher und 10. in der Gesamtwertung. Stefan Lackinger (1:13:18) und Markus Marouschek (USTP, 1:14:55) folgten auf den Plätzen des Österreicherpodests.

Gleich vier Läufern der USTP gelang es heuer, den Halbmarathon unter 1:20 Stunden zu beenden — Markus Marouschek 1:14:55, Kevin Wallner 1:15:49, Stefan Marouschek 1:17:19 und Roland Hinterhofer 1:19:50. Die Leistungen sind umso bemerkenswerter, da ja Stefan und Markus Marouschek erst letzte Woche beim Berlin-Marathon über die volle Distanz ihre Rekorde pulversierten  und Kevin Wallner und Roland Hinterhofer heuer eine volle Mittelstrecken-Bahnsaison mit ganz anderen Umfängen absolvierten.

Beim Juniormarathon am Samstag siegte Paul Lammerhuber über die 1200-m-Distanz in 4:10 Minuten.

Eine Leistung der Extraklasse bot Lokalmatador Wolfgang Wallner. Bereits zum 6. Mal holte sich der 54-jährige vom ASKÖ Hainfeld den Sieg und das mit einer eindrucksvollen persönlichen Bestleistung von 2:30:52. Zweiter wurde Jan Duk in 1:40:45, der den Briten Peter Middleton (2:43,04) hinter sich lassen konnte.

Insgesamt gingen beim Wachau-Marathon heuer über 8000 Athleten an den Start.