Karl & Dusek lösen Olympia-Ticket für Spiele in China

Erstellt am 19. Januar 2022 | 02:55
Lesezeit: 4 Min
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UTC-Boardercorsser Jakob Dusek mit Nationalteamkollegin Pia Zerkhold von der Snowboardbase NÖ auf die Olympischen Spiele in China freuen.
Foto: privat
Benni Karl hat bereits Silber und Bronze, strebt heuer nach Gold. Jakob Dusek ist nach Karl, Maria Ramberger und Clemens Schattschneider bereits der vierte Sportler aus dem Weichberger-Team, der sich für Olympia qualifiziert hat.
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Die ÖSV-Raceboarder haben beim Parallelslalom in Bad Gastein für einen historischen Erfolg gesorgt! Der Grazer Arvid Auner führte vor dem Wilhelmbsurger Benjamin Karl, Alexander Payer von der Simonhöhe und Lukas Mathies den ersten rot-weiß-roten Vierfachtriumph im Weltcup an. Die Snowboard-Festspiele beim Heimrennen am Buchebenhang komplettierte Daniela Ulbing mit dem Sieg bei den Damen.

Karl verpasste den Sieg um 0,87 Sekunden, unterlag im Finale seinem jungen Zimmerkollegen Auner aus Graz im Finallauf also doch recht deutlich. Dabei hatte Auner nach einem Schreckmoment die Qualifikation nur ganz knapp überstanden.

Karl, der auf dem Weg ins große Finale Cody Winters (USA), Lee Sangho (KOR) und Payer in die Schranken wies, freute sich mit seinem „Best Buddy“ im ÖSV-Team über dessen Sieg mit: „Das hat sich schon abgezeichnet. Wir waren vorige Woche hier trainieren, und er hat uns bei jedem Lauf ein- bis eineinhalb Sekunden abgenommen. Der Sieg ist mehr als verdient“, betonte Karl, der sich einmal mehr als Materialtüftler erwies und nach der Qualifikation auf einen neuen Schuh umgestiegen war. „Die Schuheinstellung in der Quali hat mir nicht gepasst, deshalb habe ich aus dem Auto einen neuen Schuh geholt. Man bereut im Leben immer nur das, was man nicht macht. Deshalb bin ich dieses doch große Risiko eingegangen, und es hat sich auch ausgezahlt“, meinte Karl.

Das Fehlen der Italiener erleichterte Vierfachsieg

Der Triumph der Österreicher erklärte sich zum Teil aber auch durch die Abwesenheit der starken italienischen Mannschaft, die aufgrund von Coronafällen innerhalb des Teams auf ein Antreten in Bad Gastein verzichten musste. „Dadurch hatten wir schon auch einen kleinen Vorteil, aber das tut der Freude keinen Abbruch, wie stark wir uns heute präsentiert haben“, ergänze Karl. Der St. Pöltner Dominik Burgstaller (UTW) holte als Dreißigster erste Weltcuppunkte.

Auner und die Burgenländerin Julia Dujmovits triumphierten im Mixed-Teambewerb in Bad Gastein und setzten sich gegen das russische Duo durch. Karl und Daniela Ulbing wurden im Achtelfinale nach einem Torfehler der Kärntnerin disqualifiziert und landeten an der neunten Stelle.

Dujmovits ist dann am Freitag im Parallelriesentorlauf bei der Weltcuppremiere auf der Kärntner Simonhöhe mit Rang zwei den einzigen Podestplatz für das ÖSV-Team herausgefahren.

Drei Niederösterreicher auf der Simonhöhe im Einsatz

Starter aus sechs Bundesländern waren beim Weltcup auf der Simonhöhe im Einsatz. Am stärksten vertreten: Kärnten mit fünf Teilnehmern, gefolgt von Steiermark und Niederösterreich (Benjamin Karl, Dominik Burgstaller und Miriam Weis) mit jeweils drei. Die Niederösterreicher kommen aus den Schulen der Talenteschmieden SMS St. Pölten und Lilienfeld, freut sich Erik Wöll. Für Miriam Weis war es der erste Einsatz bei einem Weltcup. Dominik Burgstaller darf mit Rang 35 im 64 Mann zählendem Starterfeld zufrieden sein. Auch der 44. Platz (52 Starter) von der Nachwuchsläuferin Weis ist durchaus erfreulich.

Bei den Herren fuhren Lokalmatador Payer als Sechster und Mathies als Achter in die Top Ten. In einer Qualifikation mit extrem knappen Zeitabständen kam für Benjamin Karl (19.) das Aus. Für Burgstaller (35.) war, wie auch für Gastein-Sieger Auner (41.), bereits nach dem ersten Qualifikationslauf Schluss.

Payer und Schöffmann haben am Samstag mit dem Triumph beim Mixed-Team-Parallelriesentorlauf auf der Simonhöhe aber für einen perfekten Abschluss der Heimweltcuprennen der Raceboarder gesorgt. Die Gastein-Sieger Auner/Dujmovits landeten als zweitbestes ÖSV-Duo auf Platz fünf und verteidigten die Führung im Teamweltcup. Für Karl/Ulbing (10.) war im Achtelfinale Endstation.