Regen kam pünktlich zum Hauptlauf. Dietmar Pratscher sorgt für Spitzenzeit. „Billy“ Stöckl verteidigt den Stadtmeistertitel.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 30. Juli 2019 (01:08)
Claus Stumpfer
Wetterfeste Läufer. Vom Regen ließen sich rund 500 Aktive in Wilhelmsburg nicht abhalten. Der spätere 5-km-Sieger Roli Hinterhofer übernahm sofort die Spitze.

Eine Viertelstunde vor dem geplanten Start des Hauptlaufs musste der Wilhelmsburger Park wegen Blitzgefahr gesperrt werden. Doch die Zelle des Gewitters hat diesmal die Organisatoren des Stadtlaufs verschont und so konnten pünktlich um 17 Uhr die Läufer von Vizebürgermeister Peter Reitzner ins Rennen geschickt werden.

Fast 500 Athleten nahmen den Bewerb in Angriff und trotz Regens säumten auch zahlreiche Zuschauer die Strecke. „Rund hundert Nachnennungen hatten wir aufgrund des Wetters weniger als im Vorjahr, weshalb wir den Teilnehmerrekord nicht toppen konnten“, erklärt Laufinitiator Günther Dörflinger, der trotzdem wieder vollauf zufrieden war mit dem Ablauf des Bewerbs.

Den Hauptlauf gewann mit der zweitschnellsten Zeit, die je in Wilhelmsburg gelaufen worden ist — den Rekord hält niemand geringerer als Österreichs Marathon-Olympiahoffnung Lemawork Ketema — Dieter Pratscher vom LC Großpetersdorf in 32:31 Minuten vor Lokalmatador Andreas „Billy“ Stöckl (35:27). Der Dachdecker darf sich wie in den letzten Jahren wieder Wilhelmsburger Stadtmeister nennen. Dritter wurde in einem packenden Finish der Klosterneuburger Oldie Robert Glaser, der den jüngeren Stefan Apfelthaler niedersprinten konnte. Der St. Pöltner Marathonspezialist Stefan Marouschek belegte Rang fünf. Bei den Damen siegte Anita Autritt (42:42) vor Regina Stangl (45:39).

Jedermannlauf geht an Roland Hinterhofer

Den Jedermannlauf gewann Roland Hinterhofer in 17:01 Minuten, hauchdünn vor Werner Dietl und Richard Spörer. Die schnellste Dame war Margit Racz mit einer Zeit von 21:17 Minuten.

Auch Athleten aus der Fußball, Karate- und sogar Gewichtheberszene nahmen zumindest die 5-km-Strecke in Angriff, wie Jürgen Grubmüller. Der Prinzersdorfer Bundesliga-Stemmer blieb knapp über 26 Minuten, hatte aber großen Spaß und freute sich über den Regen. „Beim Laufen war er eine angenehme Abkühlung.“ Die persönlichen Bestzeiten bei diesem Lauf fielen daher Reihenweise. „Viele sind bei diesen Bedingungen zur Höchstform aufgelaufen“, freute sich Dörflinger.

Auch für die vielen Helfer entlang der Strecke war der Regen kein Problem, sie waren mit Regenponchos top ausgerüstet. Bereits vor den Erwachsenen nahmen bereits 132 Knirpse, Kinder und Jugendliche ihre diversen Rennen in Angriff, und dabei herrschte sogar noch frenetischerer Jubel als bei den Oldies.