Die Spitzenreiter wurden fehlgeleitet. St. Pöltens Markus Marouschek nach 52 Kilometer als klar Führender beim Wings for Life-Run in Wien gestoppt. Jenny Wenth schafft Marathondistanz.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 07. Mai 2019 (03:08)
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Da war die Welt noch in Ordnung. Betreuer Stefan Marouschek mit Jenny Wenth und Sohn Markus vor dem Start.

Ein nicht gesperrter Streckenabschnitt bei Kilometer 17 wurde dem St. Pöltner Stefan Marouschek beim Benefizlauf Wings for Life zum Verhängnis. Acht Topläufer (darunter Vorjahressieger Wolfi Wallner) bogen deshalb falsch ab. Zunächst hatt es „Weiterlaufen“ geheißen. Ab Kilometer 30 lag Marouschek allein vorn.

„Doch nach 52 Kilometern teilte mir Rennleiter Michi Buchleitner mit, dass ich mit sieben Kollegen aus dem Rennen genommen werde“, erzählt Marouschek. Dabei lag der erste offizielle Läufer — ein Pole — mehr als 2,2 Kilometer zurück.

„Im Ziel entschuldigte sich Buchleitner und versuchte eine Entschädigung anzubieten“, erzählt Marouschek. „Im nächsten Jahr kostenlos starten zu dürfen, ist sinnlos bei einem Benefiz.“ Und den Vorschlag für ein Meet und Greet mit den Stars fand er lachhaft. „Wir waren die Stars, lagen an der Spitze!“

Gefreut hat sich Jenny Wenth, die Stefan Marouschek mitbetreut hat. Sie schaffte erstmals die Marathondistanz.