St. Pöltner Falken düsen auf der Achterbahn an die Spitze

Erstellt am 28. September 2022 | 02:42
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8480282_stps39handball_herren1.jpg
Kreisspieler Alexander Pils sorgte für das Comeback der Falken, als in der zweiten Spielhälfte das Spiel gegen die Fivers II zu entgleiten drohte.
Foto: Foto Claus Stumpfer
Handballer geben klare Führung aus der Hand, gewinnen doch und sind jetzt Tabellenführer.
Werbung

Nach dem unerwarteten Punkteverlust letzte Woche in Wien-Fünfhaus schlugen die weiterhin verletzungsgeplagten Falken daheim gegen die topmotivierten Fivers 2 zurück und feierten den zweiten Saisonsieg.

Dabei war Aufbauspieler Jan Neumaier, der sich gleich zu Beginn des Fünfhaus-Spiels eine immer noch nicht ganz abgeklärte Schulterverletzung zuzog, nur als Kreisläufer einsetzbar und eine Hiobsbotschaft gibt’s um Neuzugang Damjan Ratkovic: Er hat einen doppelten Leistenbruch, wird Mitte Oktober operiert!

Doch die jungen Falken zeigten sich in der gut gefüllten Prandtauerhalle von Beginn an kämpferisch, stemmen sich mit konsequenter Verteidigung dem Tempospiel der Gäste. So tand es nach acht Minuten erst 2:2 und bis zum 6:6 (18.) wogte das Spiel hin und her.

Nach 6:0-Lauf sehen Falken wie sichere Sieger aus

Doch dann nimmt Coach Damir Djukivc ein Time-out und danach können die Falken binnen fünf Minuten mit einem 6:0-Lauf auf 12:6 davonziehen und sehen wie die sicheren Sieger aus. Es waren aber auch unglaubliche Fehler der Fivers, die diesen Spielstand ermöglicht haben. Und so als wollten sie den Sieg nicht geschenkt, gaben die Falken ab dem 12:7 (24.) nun ihrerseits den Vorsprung wieder aus der Hand. Mit nur einem Tor Vorsprung (13:12) ging es in die Kabinen.

Und auch h der Pause hielt in diesem Lowscore-Game zunächst die Konfusion der Hausherrn an und die Wiener gehen erstmals in Front — 13:14 (34.). Djukic, der bis dahin seine Youngsters durchgewechselt hat, wirft Jan Neumaier als Kreisläufer gemeinsam mit Alex Pils in die Schlacht, was dann offensiv doch Wirkung zeigt, obwohl weiterhin viele Chancen vergeben werden.

Aber die sehr offensive Defense der Fivers hält, auch weil Obmannsohn Jakob Kögl, der in der zweiten Hälfte zum Einsatz kam, langsam seinen Rhythmus findet. Das Match bleibt ausgeglichen (16:16, 38.).

440_0008_8480301_stps39handball_herren27.jpg
Wertvollster Falken-Spieler war Flügel Matthias Bruckner. Dazu gratulierten Obmann Michi Kögl, dessen Tochter Valentina Lais und die Enkerl Thea und Janosch.
Foto: Claus Stumpfer

Bei 24:22-Führung (47.) nimmt Djukic ein Team-Timeout, auch weil Neumaier vom Platz geflogen war, nachdem er unabsichtlich den Tormann im Gesicht getroffen hatte. Djukic bleibt bei seiner Taktik, bittet nun Abwehrchef Zettel als zweiten Mann in den Kreis. Bis zur 53. Minute setzen sich die Falken dann ab (29:25) und können diesmal den Abstand auch behaupten. Endstand in der Prandtauerhalle: 35:30!

Beste Werfer der Falken waren mit je sechs Toren der „Man of the match“ Matthias Bruckner und Nils Moser , der mit vier verwandelten Siebenmetern in der entscheidenden Phase des zweiten Durchgangs als Youngster unglaubliche Nervenstärke bewies. Paul Posset traf aus dem Rückraum auch fünf Mal. Bester Werfer der Gäste war Flo Dvorak (7).

Noch ein Spiel vor der langen Länderspielpause

Es gibt vor der Länderspielpause noch das Auswärtsspiel am Freitag in Korneuburg (20 Uhr), dann ruht der Spielbetrieb bis zum Heimspiel am 23. Oktober gegen HIB Graz (18 Uhr, Prandtauerhalle).