Spannung pur im Finale in Langenlebarn. Sabrina Hebenstreit/Annette Pferschinger verpassten die Titelverteidigung nur knapp: Platz zwei nach Drei-Satz-Niederlage im Finale. Max Fischer stieß ins Halbfinale vor.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 31. Juli 2019 (01:08)
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Union-Langenlebarn-Obmann Christian Resch, Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer, Raiffeisenbank-Direktor Manfred Leitner, Dominik Blaha, Christoph Haas, Lauris Ochaya, Fabian Kriener, Hannes Butter, Michael Pekar, Max Fischer, Tanja Streitriegel (Prokuristin Wiesbauer Gourmet), Daniel Schweifer (Birngruber, Markenleiter SEAT).

Die Wiesbauer-Open, das traditionelle Preisgeld-Turnier der Sportunion Langenlebarn, hat eine schon lange Geschichte. Sie erlebte am vergangenen Wochenende im Tullner Aubad ihre bereits 24. Auflage.

Landesmeisterinnen und Titelverteidigerinnen gegen Junioren-Nationalteamspielerinnen hieß es beim großen Damen-Finale. Die Lokalmatadorinnen Sabrina Hebenstreit/Annette Pferschinger verpatzten den Start, liefen schnell einem 1:5-Rückstand hinterher und konnten diesen nicht mehr wettmachen. Der erste Satz ging mit 21:16 an die erst 17 Jahre jungen Herausforderinnen aus Schwechat. Dafür erwischten Hebenstreit/Pferschinger einen perfekten Start in den zweiten Satz (6:1), entschieden diesen mit 21:13 für sich. Im Entscheidungssatz konnten sie nicht daran anknüpfen (5:10), bei 8:12 stemmten sie sich mit einem Netzroller und Service auf die Linie (10:12) und der Abwehr zweier Matchbälle (12:14) noch gegen die drohende Niederlage – aber vergebliche Liebesmüh.

Die Teilnahme von A-Nationalteamspielerin Nikolina Maros, die mit ihrer Schwester Patricia an den Start ging und als Star der Hallenvolleyball-Szene gilt, wertete den Damen-Bewerb auf. Die beiden wurden Vierte.

Spannend war das Herren-Finale. Auch dieses ging nach zwei knappen Sätzen in die Verlängerung. Die auf zwei gesetzten Fabian Kriener/Lauris Ochaya zwangen nach hartem Kampf und vielen spektakulären Ballwechseln Christoph Haas/Dominik Blaha in die Knie (22:20, 19:21, 15:12).

Max Fischer (an der Seite von Peter Dietl) hielt als sehr guter Vierter die heimischen Fahnen hoch. „Sein Einzug ins Semifinale ist sensationell gut“, freute sich die sportliche Leiterin Nicole Patek, die gemeinsam mit Sabrina Hebenstreit für die hervorragende Organisation verantwortlich zeichnete. Das Wetter war am ersten Turniertag ein Spielverderber, der straffe Zeitplan aber hielt. „Nur als die Gewitterzelle direkt über uns war, mussten wir eine Pause einlegen. Wir sind zwar ein wenig geschwommen, aber gut durch gekommen.“

„Ein großes Lob an den Veranstalter, ein herzliches Dankeschön“, so Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer, der bei der Siegerehrung die goldenen, silbernen und bronzenen Rosen der Stadt Tulln überreichte.

Christian Resch, Obmann der veranstaltenden Union Langenlebarn, führte auf dem neu errichteten Moderations-Turm durch das Turnier. Natürlich ließ er es sich außerdem nicht nehmen, wieder als Aktiver an den Start zu gehen, während sich die Sieger bzw. Finalisten des allerersten Turniers anno 1996, Gernot Schabbauer und Johannes Weidl, als interessierte Zuschauer ein Stelldichein gaben. Weitere Beachvolleyball-Pioniere der ersten Stunde nahmen am Center-Court Platz: Leopoldine und Vaclav Malik, die 1993 bei der Stadtgemeinde die Errichtung der ersten Beachvolleyball-Plätze im Aubad eingereicht hatten. Mittlerweile gibt es fünf schöne Courts im herrlichen Ambiente des Aubads, ist die Wiesbauer-Open in der nationalen Beachvolleyball-Szene zu einem regelrechten Hot-Spot geworden.