Das war die Saison von A bis Z. Vom Phänomen Milan Dovedan, bis hin zu Youngster Ben Balnik. In der „Balnik-Tabelle“ ist Würmla sogar Erster!

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
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Stürmer der Saison: Frank Egharevba (SV Würmla): Schützenkönig der 1. NÖN Landesliga (36 Tore).

Absteiger: Nicht immer sind aller guten Dinge drei. So viele Absteiger hat nämlich der Tullner Bezirk zu bedauern. Langenlebarn muss nach nur einem Jahr in der 2. Landesliga wieder in die Gebietsliga. In die 2. Klasse steigen Rust und Tulbing ab. Martin Friedrich und vielleicht auch Roman Pawel wechseln vom einen Absteiger zum anderen (von Rust bzw. Tulbing zurück zu Stammverein Lale).

Oldies: Milan Dovedan ist ein Phänomen. Auch mit 48 Jahren gehört er noch immer zu den Besten seiner Mannschaft. Mit 14 Toren hat er den SV Neuaigen, der zwei Jahre älter ist als Dovedan selbst, zum ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte geführt. Seit Einführung des Online-Systems hat der unglaubliche Fußballer in 147 Spielen 88 Tore geschossen. Dabei nicht erfasst, weil viel zu lange her: Vor elf Jahren hat Milan Dovedan das unfassbare Kunststück geschafft, beim 11:0-Kantersieg des SV Großweikersdorf gegen Ravelsbach alle elf Tore zu erzielen.

Meister: In der Saison 2014/15 gehört der USV Atzenbrugg-Heiligeneich als frisch gebackener 2.-Landesligist zu den Top-Vier des Bezirks. Und Neuaigen spielt zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert in einer höheren Liga als der 2. Klasse. Lesen Sie ein ausführliches Meisterportrait in einer unserer kommenden Ausgaben.

Stürmer: Frank Egharevba ist der beste Stürmer im Bezirk, der beste in der 1. NÖN Landesliga. 36 Tore hat der Austro-Nigerianer in seinen 29 Spielen für Würmla erzielt.

Nur sieben Stürmer Niederösterreichs haben mehr Tore geschossen: der Ex-Großriedenthaler Pavel Novotny für Weißenkirchen (39, Gebietsliga NW-WV) und sechs Angreifer von 2.-Klasse-Vereinen.

Tormänner: Der Tormann mit den wenigsten erhaltenen Toren kommt aus Tulln. Stefan Knotzer hält mit 23 Gegentreffern aus 23 Spielen exakt bei einem Einser-Schnitt. Die weiteren sechs kassierten Zeljko Martinovic, Lukas Klinger sowie Roman Lebner, der nach Knotzers Ausschluss gegen Hollabrunn vom Feldspieler zum Tormann umfunktioniert worden war. Der FCT verbrauchte in dieser Saison sogar einen fünften Goalie. Für den Schlager gegen Stripfing, in dem Tulln mit 2:0 den seit drei Jahren ungeschlagen gewesenen Marchfeldern die erste Niederlage nach 71 Partien ohne Niederlage zufügte, wurde der 43-jährige Martin Brozka reaktiviert. „Dino“ hielt seinen Kasten sauber.

Youngster: Ben Balnik ist der Youngster der Saison. Nach acht Runden – Würmla hatte bis dahin vier Niederlagen kassiert – wurde er vom Sportklub geholt. Bis zur Winterpause verlor der SVW mit Balnik kein Spiel mehr. Im Frühjahr spielte der 19-jährige Allrounder in allen 14 Partien, in denen er eingesetzt wurde, über 90 Minuten durch. Insgesamt erzielte er fünf Tore und legte noch mehr auf. In der „Balnik-Tabelle“, welche die letzten 22 Partien berücksichtigt, ist Würmla Erster (50 Punkte), drei Zähler vor dem SKN, vier vor Leobendorf und fünf vor Kottingbrunn.

Ex-Trainer Karl Lamp weiß, was er am vielseitig einsetzbaren Balnik hatte. „Der Bursch ist sensationell. Egal, ob er hinten, auf der rechten Außenbahn oder vorne spielt!“

Zuschauermagnet: 650 Zuschauer verfolgten das Spiel Würmla gegen Leobendorf, je 500 wollten die beiden Derbys gegen Langenrohr sehen. Und immerhin 450 Fans ließen sich das Nachbarschaftsduell Zwentendorf - Atzenbrugg nicht entgehen.