Die Suche hat ein Ende. FUSSBALL / Werner Marx tritt beim SV Zwentendorf die Nachfolge von Ex-Obmann Manfred Bichler an. Er forciert die Jugend.

Erstellt am 23. März 2011 (07:25)

VON WOLFGANG STRITZL

Der SV Zwentendorf hat seit Dienstag einen neuen Obmann: Werner Marx, der schon vor 22 Jahren diese Funktion bekleidet hatte.

Kürzlich trat der 61-Jährige seinen wohl verdienten Ruhestand an. Zuvor war er als Sicherheitstechniker für alle kalorischen Kraftwerke des Verbunds verantwortlich gewesen.

Werner Marx steht für  gute Jugendarbeit

Den Bezug zum Verein hat er nie verloren – schon allein wegen seiner fünf Söhne, die alle Fußball gespielt haben bzw. spielen. Identifizieren konnte er sich aber nicht immer mit dem SV Zwentendorf. „Es hat eine Zeit gegeben, in der man die Nachwuchsarbeit schleifen ließ, in der viele Auswärtige gespielt haben. Das war nicht in meinem Sinn.“ Eben die Jugendarbeit ist ein großes Anliegen von Werner Marx. Auch auf das Finanzielle wird geachtet. Wie er den Verein in einigen Jahren sieht? „Mit vielen Spielern aus der Umgebung.“ Sein mittelfristiges Ziel ist es, „den Klassenerhalt unter betriebswirtschaftlichen Vorgaben zu schaffen“.

Ex-Obmann Manfred Bichler ist erleichtert, den Verein in guten Händen zu wissen. „Werner Marx setzt auf die eigenen Spieler und hat auch das Wirtschaftliche im Auge.“

Stolz ist Bichler darauf, „dass ich den Verein mit Schulden übernommen und nun schuldenfrei übergebe“. In seinen drei Jahren als Obmann hat er ein Wechselbad der Gefühle erlebt: Abstieg, Aufstieg und knapper Klassenerhalt. „Insgesamt war es eine schöne Zeit.“

„Mein Rücktritt hat mit dem  Aufstieg nichts zu tun“

Wäre es nach Bichler gegangen, wäre der SV Zwentendorf trotz gewonnener Meisterschaft nicht in die 2. Landesliga aufgestiegen. „Damit hat mein Rücktritt als Obmann aber nichts zu tun.“ Dieser wäre allein aus zeitlichen Gründen erfolgt: „Das zweigleisige Fahren zwischen Gemeinde und Sportverein war nicht mehr möglich.“ Bichler bleibt dem Verein aber auch in Zukunft erhalten. „Mein Herz schlägt für den Sportverein. Wenn sie mich brauchen, werde ich helfen.“

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