Titelverteidiger Tulln startete mit Sieg. Der amtierende Meister ist mit einem Zittersieg in die Saison gestartet. St. Pölten war ein lästiger Gegner.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 27. November 2019 (01:00)
Symbolbild
APA

Trainer Patrick Privoznik weiß, dass seine Mannschaft mit einem blauen Auge davon gekommen ist. „St. Pölten hatte am Ende noch Chancen auf den Ausgleich. Unsere Torfrau Nicole Arnberger hatte großen Anteil am Sieg.“

Tulln geriet drei Mal in Rückstand (0:1, 1:2, 2:3), musste sogar das 2:4 hinnehmen. Der Titelverteidiger hat den Auftaktgegner wohl unterschätzt. Eis gibt es in Tulln erst seit Dienstag der Vorwoche, die Vorbereitung wurde hauptsächlich in St. Pölten absolviert – samt Trainingsspielchen gegen St. Pölten, welche Tulln deutlich gewann. „In den ersten 30 Minuten sind wir immer hinten nach gelaufen, wollten nicht der Erste an der Bande sein. Man muss aber auch respektvoll anerkennen, dass St. Pölten sehr gut gespielt und bis zum Schluss gekämpft hat“, so Privoznik. Erst im Mitteldrittel erkannte seine Mannschaft den Ernst der Lage. „Erst spät haben wir angefangen, etwas für den Sieg zu tun.“

Am Freitag steigt in Tulln das erste Heimspiel. Zu Gast ist Trautmannsdorf. Privoznik warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. „Auch in St. Pölten hat jeder einen Kantersieg erwartet. Dann war es das schwierige erste Meisterschaftsspiel. Wir müssen uns steigern, haben viel mehr Potenzial, als wir gezeigt haben.“ Vielleicht auch, weil Tulln auf wichtige Stammkräfte verzichten musste. „Aber das soll keine Ausrede sein.“

Fakt ist, dass der EHC Tulln der große Titelfavorit ist. Mit Stockerau hat sich der große Herausforderer und Finalist aus dem Vorjahr in Richtung Regionalliga verabschiedet. Diese rekrutiert sich, neben Amstetten, aus Wiener Vereinen. Tulln wagte den Sprung nicht. „Wir haben vor der Saison innerhalb der Mannschaft abgestimmt. Nur sieben Mann wären bereit für die Regionalliga gewesen – viel zu wenige für diese Liga …“