In der Elite-Runde. Österreichs weibliches U-17-Nationalteam mit drei Spielerinnen aus dem Bezirk hat die erste Quali-Runde gewonnen.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 28. Oktober 2014 (06:01)
Für Österreich: Drei Tullnerfelderinnen hielten die rot-weiß-rote Fahne hoch und standen im U-17-Nationalteam in der Startafstellung. Im Bild: Viktoria Pinther, Julia Kofler, Sandrine Sobotka (Dietersdorf), Vanessa Hartl, Nina Wasserbauer, Laura Wienroither, Jennifer Klein (Tulln), Sandra Mayrhofer, Laura Krumböck (Würmla), Isabelle Kresche und Adina Hamidovic (von links) qualifzierten sich für die Elite-Runde der EM-Qualifikation.
NOEN, ÖFB

Österreichs U-17-Damen haben es geschafft. Das weibliche 98er/99er-Nationalteam hat am langen Weg zur EM-Endrunde 2015 in Island die erste Hürde genommen und steht als Gruppensieger der ersten Quali-Runde in der Elite-Runde.

Maßgeblich am Erfolg beteiligt waren drei junge Damen aus dem Tullner Bezirk. Sandrine Sobotka (Dietersdorf), Jenny Klein (Tulln) und Laura Krumböck (Würmla) standen in jedem Länderspiel in der Startaufstellung, die beiden Letztgenannten spielten immer durch.

Alle drei Spiele in Lindabrunn bzw. Traiskirchen wurden gewonnen. Gegen Nordirland machte Österreich das halbe Dutzend voll, Klein steuerte zum 6:0-Kantersieg zwei, Krumböck ein Tor bei. Sowohl Klein, als auch Krumböck trafen auch beim folgenden 6:2 gegen die Ukraine, die Würmlaerin holte überdies den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:2 heraus.

Zu jung für Champions-League

Die 15-jährigen Klein (SV Neulengbach) und Krumböck (ASV Spratzern) sowie die um ein Jahr ältere Sobotka (Altenmarkt) besuchen in St. Pölten das BORG für Leistungssportler und werden fußballerisch im nationalen Zentrum für Frauenfußball ausgebildet. Klein hat für Neulengbachs Erste schon vier Pflichtspiele bestritten, ist für die Champions-League aber noch zu jung.

Für sie und Krumböck waren es die ersten Bewerbsspiele im Nationalteam. „Es war ein voll cooles Gefühl, eine ganz neue Erfahrung“, so Klein.

Größere Konkurrenz in Eliterunde

Die Elite-Runde, für die sich neben den drei gesetzten Mannschaften Deutschland, Spanien und Frankreich die Gruppensieger und -zweiten sowie der beste Dritte der zehn Gruppen qualifiziert haben, wird am 19. November ausgelost. Ausgetragen wird sie im Frühjahr 2015. Die sieben Gruppensieger lösen das Ticket für die EM-Endrunde, die von 22. Juni bis 4. Juli 2015 in Island stattfindet. Klein: „In der Eliterunde treffen wir auf größere Konkurrenz. Aber wenn wir so weiter spielen, dann habe ich ein gutes Gefühl.“

Sandrine Sobotka weiß schon, wie es ist, bei einer EM dabei zu sein. Sie war auch Mitglied des Vorgänger-Teams (bis Jahrgang 1997), das sich als erste österreichische Frauen-Auswahl 2013 für eine Endrunde qualifizieren konnte und mit Österreich in England Platz fünf belegte.