Sieg im WHA-Challenge-Topspiel: Der Meistertitel führt über Tulln

St. Pölten wollte den Schlager erneut verschieben. Tulln bestand auf Austragung – und feierte einen deutlichen Sieg.

Erstellt am 24. November 2021 | 02:19
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Hannah Ginsthofer wurde von St. Pölten heraus gedeckt.
Foto: Wolfgang Stritzl

Tullns Handball-Damen sind in Österreichs 2. Liga das Maß aller Dinge. Sie gewannen auch das Duell des Ersten gegen den Zweiten ganz klar – und das auswärts.

St. Pölten hatte im Vorfeld um eine erneute Verschiebung des Spitzenspiels angesucht. Eine Leistungsträgerin war an Corona erkrankt.

Tullns Trainer Patrick Salfinger drängte aber auf die Austragung des Spiels, das bereits am 16. Oktober stattfinden hätte sollen und damals wegen Corona verschoben hatte werden müssen.

„Wenn wir damit anfangen, wegen eines einzigen Corona-Falles in der Mannschaft Spiele zu verschieben, werden wir mit der Meisterschaft nicht fertig.“Tullns Coach Patrick Salfinger

„Es gibt klare Spitzensport-Regeln des ÖHB, denen alle Vereine zugestimmt haben. Wenn wir damit anfangen, wegen eines einzigen Corona-Falles in der Mannschaft Spiele zu verschieben, werden wir mit der Meisterschaft nicht fertig“, stellte Salfinger klar.

Auch Tulln hatte Ausfälle zu beklagen: Kerstin Schindl war aus beruflichen, Raphaela Kugler aus privaten Gründen verhindert.

Tulln entschied den Schlager bereits in der Anfangsphase für sich und führte schnell mit 9:1 (14.). „Die ersten 20 Minuten waren super gut, vor allem in der Deckung.“

Dann riss der Faden, und St. Pölten kämpfte sich wieder auf drei Tore heran (15:18, 40.). Grund dafür war auch eine Umstellung in der Abwehr auf eine versetzte 5:1-Deckung, die sich auf Tullns Hannah Ginsthofer konzentrierte.

„Wir haben leider die Spannung verloren, und da war es schwierig, zurück zu finden“, so Salfinger, der Timeout nahm, um den St. Pöltner Spielfluss zu unterbrechen. „Zum Glück ist es uns gelungen, St. Pölten auf Abstand zu halten.“ Matchwinnerin war auch die überragende Torfrau Kathi Weber.