Beginn und Ende waren ein Traum

Endlich! Tulln ist nach sieben Niederlagen in Folge wieder auf die Siegerstraße zurück gekehrt.

Erstellt am 08. Dezember 2021 | 00:11
Lesezeit: 2 Min
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Applaus für den UHC Tulln: Die Mannschaft von Trainer Raimund Auß beendete den Negativlauf von sieben Meisterschaftsniederlagen in Serie und feierte gegen Krems/Langenlois einen knappen Heimsieg.
Foto: Wolfgang Stritzl

Das Spiel gegen Krems/Langenlois war ein Krimi. Den Hausherren gehörte die Anfangs- und die Schlussphase. Tulln ging mit einem super Start schnell mit 7:2 in Führung. Und holte im Finish einen Drei-Tore-Rückstand auf, stellte mit einem 5:0-Run die Weichen auf Sieg. Drei der fünf entscheidenden Treffer warf Patrick Gasperov.

Sieben Tore aus acht Versuchen stellen Gasperov ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Gar eine Hundert-Prozent-Quote hatte der junge Flügel Felix Irlacher (fünf Abschlüsse, fünf Tore).

Die beiden ragten aus einer starken Mannschaft heraus. Ein Sonderlob verdienten sich aber auch die beiden Torhüter: Andi Schwarz überzeugte mit 13 Paraden, er hielt 40 Prozent aller Würfe, die auf sein Tor kamen. In der zweiten Halbzeit verletzte er sich bei einem langen Schritt leicht. Ersatzmann Florian Haag machte seine Sache mit Bravour, kam bei kürzerer Einsatzzeit sogar auf eine 45-Prozent-Quote. „Beide Torhüter waren überragend“, gratulierte Trainer Raimund Auß.

„Die erste Viertelstunde war ein Traum. Auch in den letzten Minuten ist uns alles gelungen. Ziel muss jetzt sein, dass aus den 20 starken Minuten 40 werden.“ Zwischenzeitlich hatte sich Tulln nicht an den Matchplan gehalten, Abschlüsse genommen, „die man nicht hätte machen sollen“, und war in alte Muster verfallen.

Genau im richtigen Moment nahm Auß das Time-Out (bei 24:26, 51.). Was er seinen Schützlingen gesagt hat? „Dass wir nicht aufgeben dürfen, aufmerksam sein müssen.“ Umstellungen seien gar keine notwendig gewesen. „Wir haben bis dahin eigentlich gut gespielt und sind auch mit Pech und zwei Stangenwürfen in Rückstand gekommen.“ Und: „Krems/Langenlois ist eine starke Mannschaft, die vor uns den Ersten (Leoben) und Dritten (Atzgersdorf) geschlagen hat.“

Am Ende stand der erste Sieg nach zweieinhalb Monaten. Die Last, die von den Schultern fiel, war enorm. „Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, ist so groß, dass man ihn nicht aufheben kann. Für den ganzen Verein, für das ganze Umfeld war der Sieg enorm wichtig. Unser Kampfgeist war sensationell. Wir haben als Mannschaft richtig gefightet und wollten den Sieg unbedingt. Schade nur, dass ihn keiner gesehen hat.“ Das Geisterspiel fand vor leeren Rängen statt.

Die Trendwende ist eingeleitet. Fortgesetzt soll sie gegen jenen Gegner werden, gegen den Tulln das letzte Mal gewonnen hat: gegen die Fivers 2 (27:25-Heimsieg). „Ihre Spielanlage liegt uns. Das ist eine junge Mannschaft, die Tempo macht. Aber wir können dieses Tempo mitgehen! Ich traue uns in jedem Fall einen Sieg zu!“