Sporthallen-Sperre: Handballer mussten ausweichen. Tullner Handballer müssen in den Turnsaal des BSZ ausweichen. Überlegt wird auch der Gang in die Donauhalle.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 06. Dezember 2017 (01:47)
NOEN, Wolfgang Stritzl
Andas Bozso ließ seine alte Klasse aufblitzen und avancierte mit neun Toren zum Top-Werfer des Abends.

Aufgrund eines Wasserschadens ist die Tullner Sporthalle für zwei Monate gesperrt. Schulen und Sportvereine sind gleichermaßen betroffen.

Tullns Handballer, welche die meisten Hallenzeiten in der Sporthalle haben, müssen improvisieren. „Ein großes Lob an die Stadtgemeinde, die gleich alle Hebel in Bewegung gesetzt hat“, bedankte sich Obmann Bernd Zeh für die „massive Unterstützung“.

„Trainingszeiten von 90 auf 75 Minuten reduzieren und darum bitten, früher in den Turnsaal des BSZ gehen zu dürfen“, weiß Christian Schmied, was zu tun ist. Es gibt auch einen anderen Plan: den ÖHB-Handball-Boden in der Donauhalle (Messegelände) auflegen. „Wenn es das Licht, das erst abgenommen werden muss, zulässt, könnten wir dort auch Matches spielen …“

Landesliga Herren: TULLN - HORN 35:28. Horn war ein lästiger und zugleich auch sympathischer Gegner, der nie aufgab und selbst bei klarem Rückstand jedes Tor feierte, als ob es noch knapp werden könnte. Bei den Tullnern hatte man immer den Eindruck, dass sie einen Gang zulegen könnten, wenn es darauf ankam. So etwa im Finish der ersten Halbzeit, als Tulln in Unterzahl keinen Gegentreffer kassierte und den Vorsprung auf zwei Tore erhöhte.

Top-Werfer war Andras Bozso, der kurz nach der Pause auch den höchsten Vorsprung herstellte (26:16).

Bundesliga Damen: HOLLABRUNN - TULLN 33:24. Tullns Leistungsträgerinnen erwischten nicht ihren besten Tag. „Wenn wir so spielen wie in Ferlach, dann gewinnen wir mit sieben, acht Toren“, meinte Trainer Zeljko Gasperov. Da seine Schützlinge aber unter ihren Möglichkeiten blieben, ging das Spiel mit Minus-Neun verloren …

Schwankende Formkurven muss man dieser jungen Tullner Mannschaft aber zugestehen. „Das ist ganz normal. Die Niederlage ist keine Tragödie, es geht weiter.“

Das größte Problem hatte Tulln in der Abwehr, wo man die nötige Aggressivität vermissen ließ. Im Spiel nach vorne fehlte die Geduld. Es gab gute Momente – etwa von Sophia Hüttmair, die gleich drei Tore warf –, aber keine Konstanz über die 60 Minuten. Hinzu kam auch fehlendes Spielglück.