Erstellt am 18. Januar 2017, 05:11

von Wolfgang Stritzl

Tulln machte Goalie zur Weltmeisterin. Mit einer Niederlage verabschiedete sich Tulln aus dem Titelrennen. Ein Spiel der vergebenen Chancen!

Beate Tataruch war hier nicht zu halten. Tullns Damen spielten sich im Schlager der Runde gegen Tabellenführer Perchtoldsdorf etliche klare Chancen heraus, vergaben aber zu viele.  |  NOEN, Wolfgang Stritzl

TULLN – PERCHTOLDSDORF 20:23. Tulln verlor das Spiel gegen den Tabellenführer und damit vermutlich auch den Kampf um die Meisterschaft. „Wir werden maximal Zweiter. Aber auch nur, wenn wir uns um 100 Prozent steigern“, gab Routinier Beate Vizvary zu Protokoll. Die Abwehrchefin bekam einige Spielzeit im Angriff, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.

Tulln verlor das Spiel im Angriff. Sei es Raphaela Kugler, Jojo Dovedan, Viki Forster, Sabrina Klein oder Kerstin Schindl – sie alle verzweifelten an Perchtoldsdorfs Torfrau. Aber nicht diese habe so exzellent gehalten, sondern Tulln so schlecht geworfen, meint Vizvary: „Wir haben sie zur Weltmeisterin gemacht.“

Zur Pause nur um einen Treffer zurück, startete Tulln gut in die zweite Halbzeit (11:11, 13:13). Kugler, Forster (Latte) und Klein vergaben das mögliche Plus-Eins, Schindl hatte später das 16:16 auf der Wurfhand, scheiterte aber ebenso an der Torfrau. Das Tor zum Minus-drei (16:19) samt Zwei-Minuten-Strafe für Vizvary schien die Vorentscheidung (49.). In Unterzahl verkürzte Tulln auf 18:20. Dovedan und gleich darauf Johanna Fischer hatten ebenso gute Chancen auf das 19:20-Anschlusstor wie wenig später Kugler und Forster zum möglichen 20:21.

Während vorne nicht viel zusammen lief und Tulln die besten Chancen verjuxte, war Perchtoldsdorf viel effizienter. Symptomatisch, dass die Gäste bei angezeigtem Zeitspiel auf 22:19 davon zogen – die Entscheidung!