Tullner gegen St. Pölten um die rote Laterne. Am Samstag hängt die rote Laterne in der Sporthalle, wenn das neue Schlusslicht Tulln das alte St. Pölten empfängt.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 13. November 2019 (02:07)
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Es war ein gutes Spiel, das Tulln nur in den ersten Minuten nach der Pause verlor. Von X (13:13)ging es auf Minus-Sechs (16:22). „Das konnten wir nicht mehr aufholen“, weiß Trainer Jörg Sibral. Im weiteren Verlauf haderte Tulln auch mit Fehlentscheidungen des Schiris.

Schnell abhaken und vergessen, lautet die Devise. Am Samstag wartet vor eigenem Publikum gegen St. Pölten ein Schlüsselspiel. „Wir wollen natürlich jedes Spiel gewinnen, aber dieses ganz unbedingt“, hofft Sibral auf ein Ende der Niederlagen-Serie. Aufgrund des Unentschiedens von St. Pölten gegen Hollabrunn ist Tulln neues Liga-Schlusslicht, am Samstag könnte die rote Laterne wieder übergeben werden.

Bundesliga Damen: TULLN - KORNEUBURG 34:31

Tulln lag im ganzen Spiel nur ein Mal in Rückstand (9:10, 14.). 18 Minuten vor Schluss stand es Plus-Eins (26:25), fünf später Plus-Zwei (28:26). In Überzahl (Zwei-Minuten-Strafe für Selina Loibl) zog Tulln auf 32:26 davon – die Entscheidung.

Dass es überhaupt solange spannend war, lag daran, dass die Torfrauen Nadine Burkert und Patricia Porubska nicht ihren besten Tag erwischten und vor allem vom Flügel Gegentreffer hinnehmen mussten. Daran konnte auch die Umstellung von einer 3:2:1- bzw. 5:1-Abwehr auf eine 6:0-Deckung nichts ändern. Die etatmäßige Nummer eins, Kathi Weber, saß mit Rückenbeschwerden nur auf der Bank.

Die breite Torverteilung – je zwei Spielerinnen mit sechs bzw. fünf Toren – zeugte von der guten Kollektivleistung. „Wir haben brav gekämpft und verdient gewonnen“, lobte Trainer Zeljko Gasperov.

Erstes Etappenziel ist ein Platz unter den ersten Vier – und damit die Quali für das Obere Play-Off. „Wir haben alle schweren Spiele zuhause.“ Nach Fünfhaus am Samstag kommt am 30. November St. Pölten nach Tulln.