UHC Tulln: Bis zum Schluss war alles möglich. Tullns Damen kämpften bis zum Schluss. Die Entscheidung fiel erst in der allerletzten Minute.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 30. September 2020 (01:29)
Viki Hopfeld war mit acht Toren erfolgreichste Tullner Werferin. Vom Siebenmeter-Punkt machte sie das halbe Dutzend voll.
Stritzl

KORNEUBURG - TULLN 25:23. Schade drum! Tulln startete mit einer knappen Niederlage in die neue Saison.

Es war das erste Spiel seit einem dreiviertel Jahr, und die junge Tullner Mannschaft dementsprechend nervös. Der geplant gewesene, leichtere Auftakt gegen Fünfhaus wurde Corona-bedingt abgesagt und die Aufgabe dadurch nicht gerade leichter. Tulln startete auswärts bei einem direkten Gegner in die Meisterschaft.

Von Beginn an entwickelte sich eine hitzige Partie. Symptomatisch gleich die erste Szene: Gabi Grossberger fasste nach 34 Sekunden eine Zwei-Minuten-Strafe aus.

Korneuburg ging mit 2:0 in Führung. Der UHC steckte nicht auf, glich wiederholt aus und ging durch Johanna Fischer erstmals in Führung (8:9, 20.). Raphaela Kugler erhöhte sogar auf 9:11 (24.).

Korneuburg glich aus und erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit. Das Spiel wogte hin und her, Tulln konnte allerdings nicht mehr in Führung gehen, lief stets einem Minus-Eins hinterher, konnte aber sieben Mal ausgleichen.

17 Minuten vor Schluss, beim Stand von 17:17, sah Beate Vizvary die rote Karte.

In der entscheidenden Phase vergab Viki Hopfeld, die zuvor alle sechs Penaltys verwandelt hatte, einen Siebenmeter, traf dann gleich aber selbst zum 23:23. Sekunden später ging Korneuburg in Führung, das entscheidende 25:23 fiel 32 Sekunden vor Schluss. Das letzte Timeout zehn Sekunden vor dem Ende war nur noch Tullner Demütigung.

Trainer Patrick Salfinger haderte mit der Chancenauswertung, „wir haben zu viele Hundertprozentige ausgelassen. Aber so ist der Sport. Wir müssen nach vorne schauen. Aus Niederlagen lernt man.“

Am Wochenende ist Tulln spielfrei (Lehrgang des Jugendnationalteams), dann kommt Hollabrunn zum UHC. In der Vorbereitung wurden beide Partien klar gewonnen.