UHC Tulln: Grafelmann soll es wieder richten. Wie schon vor einem Jahr, als Günter Grafelmann Jörg Sibral ersetzte, spielt der Deutsche wieder Feuerwehr.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:16)
Positive Stimmung herrschte auf der Tullner Betreuerbank. Beinahe wäre die Aufholjagd wirklich noch gelungen. Links: der neue, alte Trainer Günter Grafelmann.
Oliver Scholz

Die Vereinsführung reagierte auf den Rückfall auf den letzten Platz. Günter Grafelmann, der schon vor einem Jahr Jörg Sibral als Trainer beerbt, nach dem Corona-Saisonabbruch aber Platz für einen neuen Mann auf der Betreuerbank gemacht hatte, löste Zeljko Gasperov als Trainer ab. Gasperov nahm es gefasst auf: „Ich bleibe U-12- und U-14-Trainer. Zu meiner Ablöse als Herren-Trainer gibt es keinen Kommentar.“

Grafelmann feiert also sein Comeback in Tulln. Bereits als Tulln in der vergangenen Saison gegen den Abstieg kämpfte, spielte er Feuerwehr. Abschließen konnte er die Mission Klassenerhalt wegen der Corona-Krise nicht.

„Wir möchten die Jugend forcieren. 70 Prozent der Spieler sollen aus der Region kommen"

War vor einem Jahr die Zusammenarbeit nur bis Saisonende fixiert gewesen, so kann sich der Deutsche nun eine längerfristige Zusammenarbeit mit dem UHC vorstellen. „Wir sind in Gesprächen über die Saison hinaus. Unabhängig von meiner Person ist der Verein sehr um eine Konzeptänderung bemüht. Diese gefällt mir unwahrscheinlich gut. Das heißt aber nicht, dass ich in diesen Überlegungen erster Trainer sein muss.“ Wie die Neu-Ausrichtung des Vereins im Detail aussieht? „Wir möchten die Jugend forcieren. 70 Prozent der Spieler sollen aus der Region kommen. Hinzu kommen drei, vier Legionäre, die auch charakterlich überzeugen und die Jungen führen können. Es soll mit ihnen ein richtiger Mehrwert entstehen, auch im Training.“

Kurzfristiges Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. „Aber wenn wir absteigen sollten, dann mit einem guten Aufbau, um sofort wieder um den Aufstieg mitspielen zu können.“