Wieder Happy-End im Handball-Krimi. Tulln tankte mit dem zweiten Sieg in Folge weiter Selbstvertrauen. Gelingt gegen Trofaiach der Hattrick?

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 27. November 2019 (01:00)
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Der zweite Sieg in Folge, ein kräftiges Lebenszeichen des UHC Tulln. Und wie schon beim vorwöchigen Krimi gegen St. Pölten ging es ungemein spannend zu.

Minus-Drei stand es neun Minuten vor Schluss (27:30). „Wir haben uns in dieser Phase nur zwei dumme Fehlwürfe geleistet, und die Fivers haben mit ihrer Hauptwaffe, dem schnellen Gegenstoß, zugeschlagen“, weiß Trainer Jörg Sibral, dass der Rückstand – es war der höchste im Spiel – nur Kleinigkeiten geschuldet war.

Aber Tulln steckte nicht auf. Mit einem 3:0-Run stellten Maximilian Nicolussi und Lorenz Wutzl die abermalige Pattstellung her. Mit einem Mann weniger gelang sogar das siegbringende Tor. Die finale Zwei-Minuten-Strafe gegen Wutzl war nur eine von sieben Tullner Hinausstellungen. Dem gegenüber standen nur drei Zwei-Minuten-Strafen für die Fivers. Patrik Nagy und Nicolussi waren schon vor der Pause mit je zwei angezählt – eine dritte hätte Rot bedeutet. „Das hat das Wechselspiel zwischen Angriff und Abwehr nicht einfacher gemacht.“

Die Fivers hatten in den letzten Sekunden den Ausgleich auf der Wurfhand – doch Mario Vizvary parierte den Wurf vom Kreis! Weitere Väter des Sieges waren Oliver Nikic, der mit sieben Toren aus dem Spiel zum erfolgreichsten Werfer avancierte. Viele seiner Treffer erzielte er trotz Manndeckung! Gleich neun Mal gab Nicolussi seine Visitenkarte ab (fünf verwandelte Siebenmeter) – und das gegen seinen Ex-Verein!

Der Sieg ist umso höher zu bewerten, da die Vorbereitung unter der Krankheit von gleich sechs Spielern litt und Maximilian Wolffhardt fehlte.

Am Samstag kommt Trofaiach. Sibral hofft auf den dritten Sieg en suite. „Auch auswärts haben wir gepunktet.“