Heimsieg im Damen-Bewerb. Sabrina Hebenstreit und Annette Pferschinger gewannen die 23. Auflage der Wiesbauer-Open im Tullner Aubad.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 01. August 2018 (01:03)
Wolfgang Stritzl
So sehen Sieger aus. Im Bild die Gewinner der goldenen, silbernen und bronzenen Rose der Stadt Tulln. Michael Murauer lässt sich die Riesenbergsteiger schon am Siegestreppchen schmecken.

Heimsieg zweier Lokalmatadorinnen! Sabrina Heben-streit und Annette Pferschinger gewannen die Wiesbauer-Open. „Als Veranstalter sind wir natürlich überglücklich“, strahlte Nicole Patek, die gemeinsam mit Hebenstreit für die reibungslose Organisation der Traditionsveranstaltung verantwortlich zeichnete.

Vier Spiele in drei Sätzen gewonnen

„Das ganze Turnier war ein großer Kampf“, berichtete Hebenstreit. Gleich in vier ihrer fünf Matches mussten Hebenstreit/Pferschinger über drei Sätze gehen, so auch im Halbfinale und Finale.

In diesem war der erste Satz noch eine klare Angelegenheit gewesen (21:12), ehe die topgesetzten Paarung Astrid Bauer/Sophie Haselsteiner ihr Spiel umstellte und mit 21:17 den Satz-Gleichstand schaffte. In der Entscheidung setzte sich das variantenreichere Spiel der mehrfachen Landesmeisterinnen durch. Neben einer Wiesbauer-Riesenberg-steiger jubelten Hebenstreit/Pferschinger über einen Siegerscheck in der Höhe von 700 Euro. Insgesamt wurde bei den Damen ein Preisgeld von 2000 Euro ausgeschüttet – das bislang höchste bei den Wiesbauer-Open in Tulln.

„Wir haben den Heimvorteil optimal genutzt. Die großartige Stimmung hat uns getragen“, jubelte Hebenstreit. Auch für Pferschinger war der Heimvorteil entscheidend. „Wir kennen den Platz sehr gut, und das Publikum hat super Stimmung gemacht. Wir haben es richtig genossen.“

Der Sieg der beiden Union-Langenlebarn-Spielerinnen kam nach der Absage des Nummer-eins-Teams Frankhauser/Horvath (erlitt einen Kreuzbandriss) nicht ganz unerwartet. „Der Weg dorthin war aber nicht leicht und hart erkämpft …“

Großartig war die Stimmung auch beim Finale der Herren. Sogar die Welle bahnte sich ihren Weg über den Center-Court, der mit einer zusätzlichen, großen Süd-Tribüne eine enorme Aufwertung erfuhr.

Aufholjagd im ersten Satz

Seiser/Murauer lagen im ersten Satz bereits im Rückstand, verwandelten diesen dank zweier starker Blocks von Michael Murauer noch in ein 21:19. Der zweite Satz wurde mit dem spektakulärsten Ballwechsel des ganzen Finales eröffnet – symptomatisch, dass dieser an die Nummer eins des Turniers ging. Seiser/Murauer gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand und nutzten gleich den ersten ihrer drei Matchbälle.

Christian Resch, Obmann der veranstaltenden Union Langenlebarn, sorgte als Platzsprecher für Begeisterung auf den Rängen. Bei der 23. Auflage des Turniers war er zum 23. Mal auch als Spieler dabei. „Mit 46 Jahren war ich mit Abstand der Älteste. Der Zweitälteste war 38 – und mein Partner.“ Resch/Erich Berndl wurden ebenso Gesamt-17. wie die zweite Langenlebarner Paarung Max Fischer/Florian Schabbauer.

Das traditionelle Turnier wurde wie gewohnt von der Sportunion Langenlebarn im Tullner Aubad veranstaltet.

„Ich bedanke mich bei der Stadtgemeinde und den Sponsoren. Vor allem aber auch bei meinen beiden sportlichen Leiterinnen Nicole Patek und Sabrina Hebenstreit für die tolle Organisation“, so Resch.

Das Stelldichein der Vizeweltmeister Doppler/Horst verlieh dem Turnier um die Goldene Rose der Stadt Tulln internationalen Anstrich. Alex Horst hat sich sogar selbst einmal in die Siegerliste in Tulln eingetragen. Auch Clemens Doppler hat in jungen Jahren im Aubad Beachvolleyball gespielt. „Etwa 20 Jahre ist es jetzt schon her, dass ich auf dieser wunderschönen Anlage, eine der schönsten in ganz Österreich, gespielt habe“, sagte Doppler, ehe er im Rahmen der Eis-Challenge der Familiensporttage gemeinsam mit seinem kongenialen Partner gratis Eis an die vielen Aubad-Gäste verteilte.

In diesen Tagen spielen Doppler/Horst dort, wo sie vor einem Jahr ihren Vizeweltmeistertitel geholt haben: beim größten Beachvolleyballturnier Österreichs auf der Wiener Donauinsel. „Die Leistungsdichte ist brutal. Wir können alle schlagen, aber auch gegen alle verlieren“, so Doppler.

Die Siegerehrung nahmen Christian Resch (Obmann der Union Langenlebarn), Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer sowie die Vertreter der beiden Großsponsoren, der Fa. Seat Birngruber (Daniel Schweifer) und der Raiffeisenbank Tulln (Direktor Manfred Leitner) vor.

„Danke an die Union Langenlebarn, dass sie ein so großartiges Beachvolleyballturnier veranstaltet. Dieses Event ist hervorragend organisiert und etwas ganz Besonderes“, streute Mayrhofer dem Veranstalter Rosen, ehe er jene in Bronze, Silber und Gold verteilte.

Die Turniere der Kategorie Pro 100 bzw. 80 fanden im Rahmen der Austrian Beachvolleyball-Tour statt, die am kommenden Wochenende in Feldkirchen/Kärnten fortgesetzt wird.