Vergebliche Aufholjagd der Tullner Handballer

Bis zur letzten Sekunde war in Graz ein Unentschieden möglich. Das kommende Cupspiel gegen den Tabellenführer der Parallelgruppe ist eine willkommene Abwechslung.

Erstellt am 24. November 2021 | 02:55
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Auch zehn Tore von Oliver Nikic konnten die Auswärtsniederlage der Tullner Handballer in Graz im Endeffekt nicht verhindern.
Foto: Wolfgang Stritzl

Es ist wie verhext. Zum dritten Mal in dieser Saison verlor der UHC Tulln mit nur einem Tor Unterschied. „Es will einfach nicht sein“, ärgerte sich Trainer Raimund Auß nach dem 22:21 in Graz. Seinen Spielern konnte er erneut keinen Vorwurf machen. Zufrieden war er insbesondere mit dem Abwehrverhalten. „Wir haben eine super Deckung gespielt. Das war auch der Schwerpunkt im Training.“

Gleich doppeltes Pech im Finish

In Graz war bis zur letzten Sekunde ein Unentschieden möglich. 20 Sekunden vor Schluss war Graz in Ballbesitz, die Schiris hoben die Hand, zeigten damit ein drohendes Zeitspiel an. Den Steirern blieben noch zwei Pässe und ein Wurf. Diesen nahm Patrick Spitzinger, der Ball wurde unglücklich von Oliver Nikic ins eigene Tor abgefälscht. Das war Pech.

Pech hatte Tulln auch im Gegenzug. Maximilian Wolffhardt wurde am Kreis freigespielt – und scheiterte, hart bedrängt, am Tormann. „Da hätte man auch Siebenmeter pfeifen können, die Berührung war da.“

Damit nahm die Aufholjagd – Tulln glich dank dreier Treffer von Patrick Gasperov und eines Doppelpacks von Felix Irlacher von Minus-fünf (18:13, 44.) zum 19:19 bzw. 21:21 aus – kein versöhnliches Ende.

Am Samstag gastiert Tulln im Cup bei medalp Handball Tirol. Die Tiroler thronen ohne Punkteverlust mit neun Siegen aus neun Spielen in der Gruppe Nord-West an der Tabellenspitze. Für Auß aber kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Im Gegenteil: „Ich freue mich auf den Vergleich. Das wird sicher interessant. Und die West-Gruppe ist etwas schwächer als unsere.“

Das Cup-Spiel ist Vorbereitung auf das dann folgende Meisterschafts-Heimspiel gegen Krems/Langenlois am 4. Dezember. Auß beobachtete die Wachauer bei ihrem Plus-zwölf-Kantersieg gegen Atzgersdorf. „Ihre Stärke ist die erste und zweite Welle. Wir dürfen keine schnellen Würfe nehmen und müssen einen kontrollierten Angriff spielen. Wir wollen und werden Krems/Langenlois schlagen!“

„Die Situation ist nicht zu vergleichen“

Auch Obmann Günter Grossberger ist davon überzeugt, dass Tulln wieder auf die Siegerstraße kommen wird. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Man kann die aktuelle Situation nicht mit jener aus dem Vorjahr vergleichen, als wir ,anders‘ verloren haben. Die Mannschaft steht trotz der wenigen Punkte viel besser da! Bei einem Sieg wird uns wieder der Knopf aufgehen.“