Knalleffekt bei Tulln. FC Tulln / Trainer Martin Eberhardt verlässt per 30. Juni den Verein. Nachfolger: Rudi Ginsthofer! Er soll den bisherigen Weg weiterführen!

Von Bernhard Faustenhammer. Erstellt am 25. Juni 2014 (07:47)
NOEN, Filippovits
Knalleffekt beim Vizemeister aus der Rosenstadt! Trainer Martin Eberhardt hat nun doch seinen auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängert! Eber-hardt (er weilt momentan in Frankreich) im Gespräch mit der NÖN dazu: „Ich habe meinen auslaufenden Vertrag (per 30. Juni) nicht mehr verlängert. Mit dem jetzigen Kader sehe ich mich außerstande, das vorgegebene Ziel (Meistertitel) zu realisieren.“ Eberhardt spielte damit auf die äußerst zähen Verhandlungen mit Wunschspielern an. „Einigen Topspielern ist die Liga zu niedrig. Manche haben ganz einfach überhöhte Gagenforderungen, die wir uns nicht leisten können bzw. wollen“, stellte auch der sportliche Leiter Werner Öllerer fest. Eberhardt weiter: „Damit klaffen Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Mit diesem schmalen Kader hätte der Verein andere Ziele definieren müssen. Ich gehe aber nicht in Groll, ich habe eine gesunde Basis gelegt. Doch die Voraussetzungen, um Meister zu werden, können so nicht erfüllt werden!“

Der FC präsentierte auch schon einen Nachfolger: Rudi Ginsthofer! Was die Langenrohr-Legende bewog, den Trainerjob zu übernehmen? „Wir haben eine junge, sehr gut funktionierende Mannschaft. Außerdem meine Freundschaft zu Werner Öllerer.“ Ginsthofer schätzt die Lage nüchtern ein: „Die Basis, die Eberhardt gelegt hat, ist ganz hervorragend. Dennoch können wir beim Status Quo des Kaders kaum um den Meistertitel mitspielen, wir werden dennoch versuchen, den einen oder anderen Qualitätsspieler zu verpflichten!“

Ginsthofer möchte den bisherigen Weg weitergehen: „Martin hat sehr gute Arbeit geleistet, diese Marschrichtung werden wir beibehalten. Natürlich habe ich Wunschspieler, aber die können wir uns nicht leisten!“ Die Vorbereitung startet am 7. Juli. Was ist Ginsthofers größter Wunsch? Knappe Antwort: „Gesund zu bleiben!“