Langes Warten auf die Meisterschaft. Verspäteter Start in die Meisterschaft: Die erste Runde soll am 30. Jänner stattfinden. Sitting Bulls voller Tatendrang.

Von Bettina Viveros. Erstellt am 06. Januar 2021 (00:31)
Leo Eckerl ist auch mit bald 60 Jahren nicht von den Bulls wegzudenken. Er hat schon einige Staatsmeisterschafts-Medaillen entgegen nehmen dürfen.
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Die erste Vorrunde hätte eigentlich am 8. November in Wien über die Bühne gehen sollen. Doch die steirischen Flink Stones waren coronabedingt verunsichert und sagten ab. Am 19. Dezember wäre es dann nach Feldkirchen (Kärnten) gegangen, doch auch die Carinthian Broncos erteilten der Meisterschaft eine Absage. Da die Kärntner in einer Schulhalle trainieren, die durch den Lockdown immer wieder gesperrt ist, fehlen Trainingsmöglichkeiten.

Ein Problem, das die Klosterneuburger Sitting Bulls nicht kennen. Als Spitzensportler ist das Training grundsätzlich gestattet und das Happyland bietet auch zuverlässig die Möglichkeit dazu. Alternativ kann das Team auch noch auf den Weißen Hof ausweichen, wo Coach Andreas Zankl arbeitet. „Wir trainieren wie gewohnt etwa zweimal die Woche. Aber die Situation ist für jeden von uns frustrierend. Man muss schauen, dass man die Spieler motivieren kann und sie sich selbst. Der Druck dahinter fehlt einfach“, so Zankl.

Die Moral scheint aber nach wie vor in Ordnung zu sein. Bis zu sechs Spieler erscheinen regelmäßig, allen voran der Tullner Routinier Leo Eckerl, der heuer seinen 60. Geburtstag gefeiert hat und damit der älteste Spieler der Bulls ist. „Leo hat teilweise eine höhere Frequenz als die Jungen. Natürlich ist er nicht mehr der Schnellste, aber er hat die Freude und die Routine. Den kann man sich nicht wegdenken.“

Doch auch den übrigen Spielern brennt es unter den Fingernägeln. „Wir wollen endlich einmal unsere Emotionen rauslassen und natürlich auch keinen Rückschritt machen. Dieses Jahr ist sehr zach, aber wir sind guter Dinge.“ Optimistisch ist Zankl auch, was die Verschiebung der Meisterschaft angeht: „Wenn alles gutgeht, können wir das vielleicht durchziehen!“ Die erste Runde würde am 30. Jänner starten, dann folgen die weiteren Vorrunden am 20. Februar und am 20. März und das Finale schließlich am 10. April.

„Wenn ich überheblich wäre, würde ich meinen, wir holen den Titel sicher. Aber zumindest trau ich mich sagen, dass wir Favoriten sind. Immerhin gehören wir zu den wenigen, die regelmäßig trainieren. Natürlich kann immer was passieren, aber eine Niederlage kann man sich leisten.“