Miedler wieder im Finale. Lucas Miedler stand erneut im Doppelfinale eines Junioren Grand Slams. Es war sein drittes Finale mit dem dritten Partner. In Paris spielte er mit Akira Santillan (AUS).

Erstellt am 11. Juni 2014 (23:59)
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Lucas Miedler bewies einmal mehr, dass er im Junioren-Doppel einer der besten der Welt ist. Bei den French Open stand er zum dritten Mal im Finale eines Junioren Grand Slams – zum dritten Mal mit einem anderen Partner. 2013 hatte er mit Maximilian Marterer (GER) das Finale der Australian Open erreicht. Heuer gewann er in Melbourne mit Brad Mousley (AUS). „Das zeigt, dass ich nicht so schlecht Doppel spiele“, so Miedler.

Eigentlich wollte Miedler auch in Paris mit Mousley antreten. Der Australier musste aber wegen einer Handgelenksverletzung absagen. „Ich habe beim Partner suchen Stress bekommen“, erzählte Miedler. Akira Santillan (AUS), mit dem Miedler bereits einmal gespielt hatte, bot sich an. Fast wäre es nicht zu diesem Doppel gekommen.

Miedler/Santillan nur knapp qualifiziert 

Santillan gewann in der Einzel-Qualifikation ein Spiel im Tiebreak des dritten Satzes und ein weiteres nach abgewehrten Matchbällen. Hätte er sich nicht qualifiziert, hätte er nicht mit Miedler spielen können.

So spielten sich die beiden bis ins Endspiel. In der zweiten Runde gegen Rybakov/Matias (USA/ARG) gewannen sie knapp. „Eigentlich dürfen wir da nicht gewinnen. Wir haben so viel Glück gehabt.“

Im Halbfinale vergaben Miedler/Santillan vor den Augen von Gustavo Kuerten eine 7:6, 4:0-Führung, gewannen aber dennoch. Im Finale hatten sie keine Chance. „Die waren einfach besser. Da kann man eigentlich nicht einmal enttäuscht sein.“

Im Einzel scheiterte Miedler an Quentin Halys

Im Einzel schied Miedler im Achtelfinale aus. Gegen den Franzosen Quentin Halys hatte er bereits 6:3, 3:1 geführt. „Es war aber nicht so klar, wie es vom Ergebnis her ausgeschaut hat. Er hat bis dahin immer schon Chancen liegen gelassen.“ Nach zwei schlechten Games zum 3:3 wurde der zweite Satz eng. Bei 5:6 kassierte Miedler das entscheidende Break im zweiten Satz.

Miedler zog am Ende zufrieden Resümee: „Im Einzel habe ich gut gespielt und war daher nicht enttäuscht. Ein Finale im Doppel ist auch ein Erfolg. Hoffentlich erreiche in Wimbledon das vierte Finale mit dem vierten Partner.“ Dort wird Miedler wahrscheinlich mit dem Filippo Baldi (ITA) an den Start gehen.