Tulln besiegte den amtierenden Meister. Das Cup-Halbfinale war ein Vorgeschmack auf die Meisterschaft. Tulln sagt Titelverteidiger Korneuburg den Kampf an.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 21. September 2016 (05:52)
NOEN, Wolfgang Stritzl
Andrea Manica warf in der entscheidenden Phase wichtige Tore. Tulln zog mit einem 28:25-Sieg ins Cup-Finale ein.

TULLN - KORNEUBURG 28:25. Es war ein hartes Stück Arbeit. Der frühe Ausschluss vom Andras Bozso spielte Korneuburg in die Karten. „Damit war unser ganzer Matchplan weg“, weiß Tulln-Trainer Jörg Sibral.

Die variable Korneuburger Abwehr gab den Heimischen einiges aufzulösen. „In jedem zweiten Angriff haben wir gegen ein neues System spielen müssen. Da ist es sehr schwer, sich einzustellen.“ Nach der Pause etwa setzten die Gäste auf doppelte und dann einfache Manndeckung (gegen Johann Schmölz und Kristof Vizvary).

In der 47. Minute stand es 21:21, in Unterzahl (Zwei-Minuten-Strafe gegen Kristof Vizvary) erhöhte Tulln auf 23:21. Zwei schöne Treffer von Johann Schmölz zum Plus-Drei (25:22) bedeuteten die Vorentscheidung.

Dass Tulln als verdienter Sieger vom Platz ging und damit im NÖ-Cup-Finale gegen Gänserndorf steht, verdankte man einer starken Deckung und einer guten Torhüterleistung (Mario Vizvary trat wiederholt als Siebenmeter-Killer in Erscheinung), aber natürlich auch der großen individuellen Klasse im Angriff. Wichtige Treffer in der entscheidenden Phase warf Neuzugang Andrea Manica.

„Es war eine zerfahrene Cup-Partie“, atmete Sibral nach dem Schlusspfiff tief durch.

Am Sonntag geht es in Perchtoldsdorf gegen Gänserndorf um den Sieg im Niederösterreich-Cup.