NoHandicap-Golfcharity in Atzenbrugg. Ein Turnier der besonderen Art bildet 2012 zum zweiten Mal den Prolog der Austrian-Golf-Open, die heuer unter dem Titel des Hauptsponsors Lyoness firmieren.

Erstellt am 20. Juli 2012 (10:02)
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Bei der NoHandicap-Golfcharity gehen am kommenden Samstag im Diamond Country Club in Atzenbrugg (Bezirk Tulln) bei einem ProAm Profis, Amateure und Behinderte gemeinsam auf eine Runde. Das Turnier soll Kindern und Erwachsenen helfen, mit Golf ihr Handicap zu überwinden.

Gespielt wird zwei Tage bevor der erste Vorbewerb der Lyoness-Open dort über die Bühne geht, auf dem Championship Course des Diamond Country Club. Richtig in Schwung kam die Idee ausgerechnet durch die ablehnende Haltung gegenüber einem Golfplatzprojekt in Klosterneuburg, das neben einem Behindertenzentrum entstehen sollte. Die Organisatoren sind überzeugt, dass Golf gerade behinderten Menschen zu einem "besseren Leben" verhilft. Bei Kindern mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen könne Golf nachhaltig die Gesundheit verbessern und zwar - im Gegensatz zu vielen anderen Therapieformen - ohne Zwang und Schmerz.

Dieses Jahr gehen Top-Profis wie Markus Brier oder Clemens Prader, aber auch Behindertensportler die schon bei den Paralympics oder den Special Olympics Medaillen gewonnen haben, auf die gemeinsame Runde. Mit dabei ist auch Christian Nachtwey, der Erfinder des Powergolfers. Das ist jenes rund 16.000 Euro teure "Fahrzeug", mit dem sich die Behindertensportler auf dem Platz fortbewegen und mit dessen Hilfe sie in eine aufrechte Position gebracht werden, um den Ball - einhändig - schlagen zu können und so zu einem richtigen Golf-Handicap kommen. Gespielt wird nämlich nach den offiziellen Golfregeln.

"2016 wird Golf olympische Disziplin und ich gehe davon aus, dass das auch bei den danach stattfindenden Paralympics so sein wird", erklärte Christian Guzy seine Motivation, die Veranstaltung in "seinem" Club stattfinden zu lassen. Organisator Alois Koidl erklärte: "Für die Weiterführung unseres Ziels 'Golf für ein besseres Leben' benötigen wir finanzielle Hilfe. Golfausrüstungen, Pro-Stunden und die Fahrt- und Betreuungskosten gehören finanziert. Außerdem möchten wir spezielle Schulungskurse durchführen, bei denen Golf-Lehrer den besonderen Umgang mit behinderten Kindern lernen."