Schweiß und Wasser flossen in Strömen. Der Rosenarcadelauf verzeichnete bei Rekord-Temperaturen ein Rekord-Teilnehmerfeld. Jakob Mehamad verteidigte Titel.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 03. Juli 2019 (01:45)
Wolfgang Stritzl
Jakob Mehamad war erneut der strahelende Sieger des Tullner Rosenaracelaufes. Bernhard Url und Hannes Blauensteiner freuten sich mit dem Sudanesen.

Der Rosenaracade-Lauf war ein Lauf der Rekorde. „Mit der Hitze hatten alle zu kämpfen“, weiß Hannes Blauensteiner von der veranstaltenden „Sportpraxis“. 900 Teilnehmer sorgten für ein Rekord-Starterfeld. Die deutlichsten Zuwächse verzeichnete der Staffelbewerb. 107 Staffeln hatten ihre Nennung abgegeben. „Unser Lauf erfreut sich immer größerer Beliebtheit.“

Groß wie nie war auch die Teilnehmerzahl bei den Schülerläufen. Da sich diese in den Kategorien U 8 und U 10 bei 100 bewegte, war am Vortag aus Sicherheitsgründen kurzfristig entschieden worden, zwei getrennte Starts vorzunehmen.

An der Strecke waren rund 30 Helfer im Einsatz. Sie waren bei den Rekord-Temperaturen von weit über 30 Grad ebenso gefordert wie die Läufer selbst.

Die Zahl der Sanitäter wurde von drei auf sechs aufgestockt, ein mobiler war auf dem Fahrrad mit den Läufern auf der Strecke unterwegs. Zwei Starter mussten wegen Kreislaufproblemen versorgt werden.

Der Wasserverbrauch war enorm. „Heuer war es soviel wie bei den letzten acht Läufen zusammen“, so Blauen-steiner. Aufgrund fehlender Anschlüsse musste das Wasser mit dem Rad zur Labestation zwei gebracht werden. 70 Liter waren schnell aufgebraucht, auch die nachgelieferten 30 Liter reichten nicht für die letzten Läufer. Dieser Umstand ist eine der wenigen Schrauben, an denen der Veranstalter drehen möchte. Wobei Blauensteiner auch relativiert: „Üblich ist es, alle fünf Kilometer eine Labestation zu haben. Wir haben auf unserem Drei-Kilometer-Rundkurs drei …“

Vorjahressieger Jakob Mehamad lief erneut ein einsames Rennen an der Spitze. Er brannte eine tolle Siegerzeit auf den glühenden Asphalt, dessen Temperatur 37 Grad Celsius betrug. Der Sudanese hatte bereits zwei Runden zurück gelegt, während viele noch auf der ersten unterwegs waren. „Eine unglaubliche, großartige Leistung“, gratulierte Blauensteiner.

Die beiden Moderatoren Markus Floth und Michael Pimiskern sorgten für Stimmung. „Ich bewundere alle, die bei diesen Temperaturen nicht im Bad sind“, so Floth.