Die Besten aus ganz Österreich. Österreichs beste Jugend-Beachvolleyballer zeigten beim großen Bundesfinale in Tulln hochklassigen Sport.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 05. Juli 2017 (02:43)
NOEN, Wolfgang Stritzl
Das Akademisches Gymnasium Innsbruck holte den Sieg im Unterstufen-Bewerb nach Tirol, wo das Bundesfinale 2018 zur Austragung gelangen wird. Die Siegerehrung fand mit dem Abspielen der österreichischen Bundeshymne einen ehrenvollen und würdigen Abschluss.

5000 Mädchen und Burschen aus 300 Schulen aus ganz Österreich hatten seit März an den Bezirks- und Landesmeisterschaften teilgenommen. Die allerbesten von ihnen qualifizierten sich für das große Bundesfinale, das zum ersten Mal im wunderschönen Tulln zur Austragung gelangte. „Das Aubad-Areal ist mit seinen sechs Beachvolleyball-Courts und dem Badesee eine der schönsten Locations in ganz Österreich“, schwärmte Helmut Holzdorfer, der für Projektkoordination und sportliche Leitung verantwortlich zeichnete, von den Top-Bedingungen.

160 Mädchen und

Burschen am Start

Je zehn Mannschaften – die neun Landesmeister, Niederösterreich hatte als Veranstalter einen zusätzlichen Startplatz – zu je acht SpielerInnen kämpften im Unter- und Oberstufenbewerb um Medaillen und Pokale.

Hochklassiges Feld im Oberstufenbewerb

Vor allem im Oberstufenbewerb wurde Beachvolleyballsport vom Feinsten geboten. „Am Platz sind zahlreiche A-Cup-Spieler gestanden - mit Ambitionen nach oben“, weiß Landesreferent Willi Baumgartner, wie hochklassig das Starterfeld war. Die Finalisten aus Salzburg und der Steiermark etwa kannten einander aus dem Hallen-Nationalteam.

Der Sieg im Oberstufenbewerb ging nach drei Jahren wieder an die Steiermark – ans BG/BORG HIB Liebenau mit einem im wahrsten Sinn des Wortes heiß umkämpften Finalsieg gegen das Sport-RG Salzburg. Nach den Spielen der Mädchen- und Mixed-Mannschaften war es unentschieden gestanden, sodass die Burschen-Partie die Entscheidung bringen musste. Die Steirer behielten nach spektakulären Ballwechseln im dritten Satz die Oberhand.

Niederösterreichs Vertreter zierten die Plätze acht (BG/BRG St. Pölten Josefstraße) und zehn (BG Purkersdorf).

Sport-MS Tulln in der Unterstufe am Start

Die Sportmittelschule Tulln war auf und neben den Courts engagiert. Die Beachvolleyball-Mannschaft, die die Bezirksmeisterschaft gewonnen und bei den Landesmeisterschaften Platz fünf belegt hatte, beendete den Unterstufenbewerb auf Platz neun. „Unser Ziel war es, nicht Letzter zu werden. Und das haben wir erreicht“, schmunzelte Lehrerin Bettina Müller. Es wäre sogar mehr möglich gewesen: „Leider sind am ersten Tag zwei Stammspieler ausgefallen.“ Am zweiten konnte Tulln in Bestbesetzung antreten – und gewann das Spiel um Platz neu gegen Burgenlands Vertreter glatt mit 3:0. „Es war ein super Erlebnis für die Kinder.“

Tullner Schulen und Vereine halfen mit

25 Schüler der SMS Tulln halfen außerdem bei der Durchführung der bestens organisierten Großveranstaltung mit, etwa als Guides vor Ort. 160 Schüler und ihre Betreuer aus ganz Österreich waren in acht Hotels bzw. Pensionen in Tulln untergebracht. Auch die Union Langenlebarn unter Obmann Christian Resch beteiligte sich an der Organisation, stellte Referees und Schreiber.

„Das Bundesfinale war sensationell“

Dank des Veranstalters gilt auch der Stadtgemeinde Tulln, die beim Finaltag durch Sportstadtrat Wolfgang Mayrhofer vertreten war. „Ich freue mich riesig, dass die offiziellen Österreichischen Meisterschaften im Beachvolleyball für Schulen in Tulln stattgefunden haben. Sensationell!“

Die offizielle Eröffnung mit allen Landesmeister-Teams war am Montag Abend im Tullner „Danubium“ über die Bühne gegangen, am Dienstag (von 8 bis 19.30 Uhr) und Mittwoch wurden in Summe 162 (!) Spiele ausgetragen, ehe die Sieger feststanden.

Philipp Seel, Generalsekretär des Österreichischen Volleyballverbandes, war in Tulln ebenso anwesend wie Georg Förstel, Direktor der Sport-MS Tulln, Bundesreferent Michael Pokorny und NÖ-Landesreferent Willi Baumgartner, der als Moderator fungierte.

Der Weltverband FIVB unterstützte den nationalen Volleyballverband. Als sichtbares Zeichen dafür ging der originale WM-Pokal, der bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft von 28. Juli bis 6. August in Wien vergeben wird, auf Tour und wurde in Tulln ausgestellt.

Siegerehrung mit WM-Pokal

Stefan Potyka, Vizepräsident des Österreichischen Volleyballverbandes, rührte in Tulln die Werbetrommeln für die bevorstehende WM. Gerhard Angerer, Fachinspektor des Landesschulrates, gratulierte bei der Siegerehrung: „Das war perfekte Werbung für den Beachvolleyballsport, perfekte Werbung für den Schulsport.“