Sieg für Limberger. Veronika Limberger bestritt den Ultra-Marathon am Ötscher als schnellste Läuferin und hatte nur vier Herren vor sich.

Von Bettina Kulmer. Erstellt am 08. Juni 2017 (02:58)
NOEN, Rainer Mirau/Jürgen Weginger
Ohne jede Verbissenheit absolvierte Veronika Limberger den Ötscher-Ultra-Marathon und siegte.

Der Bezirk war beim 21. Ötscher-Ultra-Marathon gut vertreten. Der Bewerb setzte sich aus dem 50 Kilometer langen Mountain-Marathon über 1800 Höhenmeter und dem 18 Kilometer langen Mountain-Run am Tag darauf zusammen. Neben der Felserin Veronika Limberger stellten sich auch die Tullnerinnen Gabi Görtler und Petra Höffler der Herausforderung.

NOEN

Limberger startete bei beiden Läufen und bestätigte ihre hervorragende Form. Obwohl die Konkurrenz sehr groß war und sie sich gegen einige routinierte Ultraläuferinnen durchsetzen musste, lagen am Ende nur vier männliche Athleten vor ihr.

Die Bedingungen waren speziell am ersten Tag herausfordernd. Vor allem in den Ötschergräben staute sich die Hitze. Für die Tullner Damen wurde das letzte Steilstück zum Riffelsattel zur Bewährungsprobe. Doch die beiden unterstützten sich gegenseitig mental und erreichten erleichtert das Ziel in Lackenhof. „Aufgrund der intensiven Vorbereitung stellte die Strecke letztendlich überhaupt kein Problem für uns dar“, so Görtler.

Limberger erzielte beim Marathon den Tagessieg und konnte auch den zweiten Bewerb dominieren. Das war aber gar nicht so leicht: „Viele Läufer bestreiten nur den Mountain-Run und haben die 50 Kilometer nicht in den Beinen. Da ist es schwer, vorne zu bleiben.“

Doch das Vorhaben gelang und mit den Zeiten 4:38 Stunden beim Marathon und 1:45 Stunden beim Run war ihr auch Gold in der Gesamtwertung sicher.

Nach einer kurzen Regenerationszeit wartet schon die nächste Herausforderung: Am 17. Juni nimmt Limberger beim Mozart 100 teil, wird dort aber „nur“ die 62 Kilometer und 2000 Höhenmeter in Angriff nehmen.