Spiele des Jahres. Die Fans können sich freuen: Am Samstag kommt Tabellenführer Korneuburg, am Dienstag HLA-Verein Leoben nach Tulln.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 14. Dezember 2016 (05:26)
NOEN, Wolfgang Stritzl
Tullns Aufbauläufer Patrick Gasperov steuerte zum Kantersieg gegen Horn fünf Tore bei.

So gute Handballspiele auf Klubebene hat Tulln schon lange nicht erlebt. Es sind die besten in den fünfeinhalb Jahren, in denen in der neuen Sporthalle Handball gespielt wird, wenn am Samstag Spitzenreiter Korneuburg und am Dienstag HLA-Verein Leoben nach Tulln kommen.

Auf Tulln warten Tage der Wahrheit. Am Samstag empfängt Tulln den ungeschlagenen Tabellenführer Korneuburg. Tulln brennt auf Revanche für die 28:32-Niederlage vom Hinspiel. Mit einem Sieg könnten die Rosenstädter Platz eins übernehmen. Trainer Jörg Sibral hat den kommenden Gegner bei dessen 37:16-Kantersieg gegen Perchtoldsdorf beobachtet. Aufpassen muss Tulln vor allem auf die beiden starken Flügel, „wegen ihnen haben wir das Hinspiel verloren“. Aber so schwach wird Korneuburg Tulln nicht mehr erwischen …

„Wir glauben an unsere Chance“

Vier Tage später, am Dienstag, 20. Dezember, kommt HLA-Verein Leoben im Cup-Achtelfinale. Für Tulln ist es das Spiel des Jahres.

Die Steirer zeigten zuletzt zwei Gesichter, waren gegen Bruck „inferior“, in anderen Spielen dafür gut. Motivieren muss Sibral seine Spieler nicht: „Sie sind extrem fokussiert. Und die Mannschaft glaubt an sich, will zeigen, dass sie mit einem HLA-Verein mithalten kann. Aber wir brauchen nicht nur einen super Tag, sondern auch eine bummvolle Halle. Jeder ist selbst Schuld, wenn er nicht in die Halle kommt. Denn das Cupspiel wird ein irre Highlight.“ Beim letzten Cupspiel peitschten 500 Zuschauer den UHC Tulln zu einem 29:20-Sieg gegen Bundesligisten Tirol. Diesmal sollen noch mehr kommen. „Wir hoffen, dass wir in die Verlegenheit kommen, die Zusatztribüne ausfahren zu müssen.“ Der Eintritt ist frei.

Die letzten Pflichtaufgaben erledigte Tulln souverän. Das Spiel gegen Horn war schnell entschieden. Einen super Start erwischte Tulln auch in Eggenburg. „Die erste Halbzeit war wirklich gut.“ Dann spielten die Gäste mit angezogener Handbremse. „Eggenburg ist eine junge, gute Mannschaft, die um jedes Tor kämpft und plötzlich wieder da ist, wenn man selbst um zehn Prozent nachlässt.“