Startschuss in Tulln. Radsport / Alle waren sich bei der Präsentation in Tulln einig: Die heurige Rundfahrt toppt mit vier Bergetappen alles bisher Dagewesene.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 17. Juni 2014 (23:59)
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Am 6. Juli fällt in Tulln der Startschuss zur 66. Internationalen Österreich-Radrundfahrt. Einen Vorgeschmack darauf gab es am Montag im Tullner Atrium. Dort wurde die Strecke der Öffentlichkeit vorgestellt. Und alle waren sich einig: Sie ist noch anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren, die heurige Rundfahrt ist die schwerste vielleicht aller Zeiten. Die Hälfte der acht Etappen sind Berg-Etappen. Insgesamt sind 14.350 Höhenmeter zu bewältigen – rund 2000 mehr als zuletzt.

„Die Strecke ist superschön, aber fast etwas zu schwierig“, gab Tour-Direktorin Ursula Riha (Bild rechts) zu. Manche Berge könne man nicht umfahren, zudem sei man von den lokalen Veranstaltern abhängig, die die Rundfahrt auch mitfinanzieren.

Auch eine Abordnung des RC RIH Tulln mischte sich unter die interessierten Gäste – darunter vier Klub-Mitglieder, die vor Jahrzehnten selbst bei der Österreich-Rundfahrt gestartet sind: Walter Müller (1952), Roland Hörmann (1955, 1956), Manfred Lang (1958, 1959) und Emanuel Voch (1977). Auch Johann Brixler (1962) und Josef Schalk (1970, Gesamt-31.) waren schon dabei, Letztgenannter steht gerade beim Race Across America in einer Vierer-Staffel seinen Mann!

Die Österreich-Radrundfahrt gehört zur höchsten Europa-Kategorie. Sie überschneidet sich zeitlich mit der ersten Tour-de-France-Woche. Trotzdem haben mit zehn ProTeams – ein Team besteht aus acht Fahrern – so viele wie noch nie für Österreich zugesagt.

Der Versuch, eine Live-Übertragung aller Etappen auf die Beine zu stellen, ist knapp gescheitert. Eurosport hätte im Anschluss an die Tour de France die letzten eineinhalb Stunden aus Österreich live übertragen. Von den Gesamtkosten – pro Tag sind etwa 120.000 Euro nötig – hätte laut Riha nur noch ein fünfstelliger Betrag gefehlt.Aber Tulln steht am 6. Juli auch so im Mittelpunkt des medialen Interesses, wenn um 11.05 Uhr der Startschuss fällt. Für die Stadt eine einmalige Chance, sich zu präsentieren.