Startschuss in Tulln. Die Österreich-Rundfahrt erlebt ihre 66. Auflage. Zum ersten Mal wird sie in Tulln gestartet. Die Stadt freut sich auf das Spektakel.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 21. Mai 2014 (08:31)
Seit kurzem ist es offiziell. Die Österreich-Radrundfahrt startet am Sonntag, 6. Juli, in Tulln. Zum ersten Mal überhaupt in der 66-jährigen Rundfahrts-Geschichte steht die Rosenstadt im Etappenplan. Um 9.30 Uhr werden die 18 Mannschaften zu je acht Fahrern auf der Donaubühne präsentiert. Um 11.05 Uhr erfolgt beim Nibelungenbrunnen der neutrale Start.

Tourchefin Uschi Riha und Streckenkoordinator Franz Bachmaier waren beim kürzlich stattgefundenen Lokalaugenschein in Tulln von den Örtlichkeiten begeistert. Begeistert ist auch Sportstadtrat Norbert Pay. „Nach der ersten Besprechung sind wir sehr guter Dinge, was die Organisation betrifft. Wir haben es mit lauter Profis zu tun.“

Die Kosten für den Werbevertrag mit dem Sportland Niederösterreich, das den Start der Rundfahrt an Tulln vergeben hat, sind es wert, im Budget der Stadtgemeinde untergebracht zu werden. Denn: Der Werbewert ist ein zig-faches, jener der gesamten Tour wird mit 3,8 Millionen Euro beziffert.

„Wollen in Tulln ein Feuer entfachen“

„Ich sehe es als verspätetes Geschenk zu meinem 60. Geburtstag“, freut sich Peter Nausch, Präsident des Landes- und Vizepräsident des Österreichischen Radsportverbandes, dass seine Heimatstadt den Zuschlag erhalten hat. Seit 2001 arbeitet der Tullner bei der Rundfahrt mit – als Kommissar im Schlusswagen, dem sogenannten Besenwagen. Nausch: „Wir wollen in Tulln ein Feuer entfachen. Radsport ist ein Sport zum Angreifen.“ Vor allem in der Rosenstadt: Der Start und das Fahrerlager (Minoritenplatz) sind praktisch mitten in der Stadt. „Wir hoffen auf ein Full-House“, so Pay. Bürgermeister Peter Eisenschenk ergänzt: „Wir sind stolz und freuen uns, die Gartenstadt überregional präsentieren zu können.“

Gestartet wird die Tour im Gegensatz zu den Vorjahren übrigens deshalb im Osten Österreichs, um die schweren Bergetappen nach hinten zu schieben. Tulln ist für das Sportland NÖ idealer Ausgangspunkt, Niederösterreich in seiner landschaftlichen Vielfalt präsentieren zu können. Außerdem hat der Radsport in Tulln Tradition, erst 2012 wurde die Stadt vom Land als „fahrradfreundlichste Gemeinde“ ausgezeichnet.