Wieser-Festspiele in Langenrohr. Christoph Wieser jubelte vor der Pause über einen lupenreinen Hattrick. Ein Tor war schöner als das andere.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 28. Oktober 2014 (06:01)
So schön jubelte Christoph Wieser über sein drittes Tor gegen Spratzern.
NOEN, Wolfgang Stritzl

LANGENROHR - SPRATZERN 4:1. Langenrohr spielte großartig auf. Vor allem der entfesselte Christoph Wieser. Schon nach zwei Minuten seine erste starke Aktion, als er einen Fallrückzieher knapp über das Tor setzt. Mit einem „Brummschädel“, den er sich bei der harten Landung zugezogen hatte, schoss er in 20 Minuten einen lupenreinen Hattrick. Und ein Tor war schöner als das andere, sowohl was Entstehungsgeschichte, als auch den Abschluss betrifft.

Sein erster Streich: Nach Vorarbeit von Andreas Koberger machte es Wieser ganz abgebrüht und schoss von der Strafraumgrenze platziert ins rechte Eck. Wenig später schickte ihn Andreas Dospel ideal in die Gasse, Wieser überlupfte den heraus kommenden Tormann aus bereits spitzem Winkel, der Ball fand über die Innenstange den Weg hinter die Linie. Dann Wiesers spektakulärstes Tor: Nach Würzler-Flanke traf er per Seitfallzieher.

Kurz nach der Pause waren die Wieser-Festspiele zu Ende. Trainer Gustl Baumühlner musste seinen Matchwinner austauschen. „Ich hatte Kopfschmerzen …“

Kopfweh bekam wohl auch Enver Kenci, der vor vielen Jahren selbst schon für Langenrohr gespielt hat – und am Sonntag als Spratzern-Trainer zurück trat! Denn Langenrohr machte wieder Druck und erhöhte durch Werner Würzler auf 4:0. Stefan Feurer und Lukas Marschall vergaben gleich darauf eine Doppelchance aufs mögliche 5:0. Den Gästen gelang nur noch der Ehrentreffer. Langenrohrs Vier-Mann-Mauer öffnete sich …

Trainer Baumühlner verteilte ein Pauschallob. „Mit dem Tempo und der Passqualität war ich sehr zufrieden. Spratzern ist nicht so schlecht, die muss man erst einmal so beherrschen.“ Am Dienstag steigt der Nachtrag in Waidhofen, dann wartet die Auswärtshürde Kottingbrunn, die Langenrohr eigentlich liegt. „Wenn wir zwei der letzten vier Spiele gewinnen, sind wir vorne dabei.“ Andreas Dospel und Andreas Koberger sind mit jeweils vier gelben Karten angezählt und bei der nächsten Verwarnung gesperrt.