Matic spielte nach Herzinfarkt bis zum Schluss. Marko Matic glaubte, er hätte Hunger. Tatsächlich war es ein Herzinfarkt. Marko Matic hat in Wiesendorfs vorletztem Heimspiel gegen Leitzersdorf einen Herzinfarkt erlitten.

Erstellt am 28. Oktober 2014 (05:46)
Marko Matic (links) erlitt während des Spiels einen Herzinfarkt.
NOEN, Wolfgang Stritzl

Der 28-Jährige spürte in der ersten Halbzeit nach einem Sprint beim Versuch, einen Elfer heraus zu holen, im Fallen einen Stich im Brustbereich, machte aber über die vollen 90 Minuten weiter. „Ich habe geglaubt, ich habe Hunger“, maß Matic den Schmerzen zunächst keine allzu große Bedeutung bei. „Dann hat mich Uros Novakovic gefragt, warum ich die Farbe gewechselt habe.“

"Ich muss wieder spielen"

Erst am Abend sind die Schmerzen so unerträglich geworden, dass Matic ins Krankenhaus fuhr. Am nächsten Morgen wurde dort ein Herzinfarkt diagnostiziert. Matic wurde bereits wieder in häusliche Pflege entlassen und war gegen Wördern schon am Fußballplatz. „Mir geht es besser. Ein Jahr muss ich ein Medikament nehmen, und nach der Reha, die ich hoffentlich bekomme, kann ich wieder arbeiten gehen.“ Ob Matic an ein Ende seiner Fußball-Karriere denkt? „Nein! Ich muss wieder spielen. Im Frühjahr bin ich wieder dabei.“

Erblich vorbelastet

Marko Matic ist erblich vorbelastet. „Meine Mutter und Oma hatten einen Herzinfarkt. Der Arzt hat gesagt, es kann von allem kommen.“

Sportlicher Leiter Michael Stadler formuliert es treffend: „Wenn man so etwas hört, wird Fußball zur Nebensache. Da pfeift man auf den ersten Platz. Am wichtigsten ist die Gesundheit! Die kann man nicht kaufen.“