Eine Stunde Schonkost. Nach dem harten Ausschluss von Egharevba herrschte in Würmlas Angriff Flaute. Aber auch Waidhofen machte nicht auf.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 30. September 2014 (06:04)
Die entscheidende Szene: Frank Egharevba sah von Johannes Toiflhart Gelb-Rot, nachdem ein Waidhofner über sein Bein gestolpert war. Links: Gäste-Tormann Michael Harrauer, der in der Saison 2007/08 das Würmlaer Tor gehütet hat.
NOEN, Wolfgang Stritzl

WÜRMLA - WAIDHOFEN/THAYA 0:0. Nach einer halben Stunde war das Spiel praktisch gelaufen. Schiedsrichter Johannes Toiflhart schloss Würmlas stärksten Mann, Frank Eghavreba, mit Gelb-Rot aus. Eine Fehlentscheidung, da ein Waidhofner über Egharevbas Bein gestolpert war. Erst zwei Minuten zuvor hatte der Angreifer wegen Kritik Gelb gesehen – diese Verwarnung und auch die beiden vorangegangenen wegen Unsportlichkeit bzw. Handspiels gingen in Ordnung, die Ampelkarte allerdings war überzogen. Zumindest brachte Toiflhart mit fünf gelben Karten binnen sieben Minuten Farbe ins Spiel.

Ohne Egharevba konnte Würmla nicht mehr zusetzen. Der SVW musste sich darauf beschränken, das torlose Unentschieden über die verbleibenden 60 (!) Minuten zu retten. Zumindest stand die Abwehr meist bombensicher – auch ein Verdienst von Mark Akanu, der nichts anbrennen ließ. Waidhofen/Th. wiederum setzte mit einem Mann mehr nicht auf Risiko. Was heraus kam, war ein Spiel ohne Höhepunkte!

Einzig ein Mal musste Würmla-Tormann Ertan Uzun eingreifen, als er nach einer Freistoß-Flanke von Michael Pischinger, die von einem Würmlaer gefährlich Richtung kurzes Eck abgefälscht wurde, ein Eigentor verhinderte (55.).

Trainer Mario Handl war mit dem Punkt nach den zwei Niederlagen in Folge nicht unzufrieden. „Wenn wir in Führung gehen, schaut es anders aus, tun wir uns viel leichter, weil Waidhofen kommen muss. So aber hat keine Mannschaft aufgemacht. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, sie waren taktisch gut aufgestellt und haben nichts zugleassen.“

An insgesamt vier (!) Sonntagen in Folge hat Würmla Heimvorteil. Nächster Gegner ist Obergrafendorf.