Gröss fehlte nur ein Hauch auf Tullns Goldene Rose

Erstellt am 17. August 2022 | 02:44
Lesezeit: 4 Min
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Anna Gröss (l.) und Marlies Szupper beim Shakehands nach ihrem spannenden Finalduell.
Foto: Foto TC Tulln
Die Goldenen Rosen gingen an Thomas Statzberger und Marlies Szupper.
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Die 67. Auflage des Turniers um die Goldene Rose der Stadt Tulln darf als voller Erfolg gewertet werden. Der TC Tulln konnte sich dabei nicht nur als ausgezeichneter Gastgeber präsentieren, sondern mischte auch auf den Plätzen ordentlich mit.

Mit gleich acht vereinseigenen Spielerinnen und Spielern startete der TC Tulln in das prestigeträchtige Traditionsturnier. Markus Zellinger, Tristan Haller, Maximilian Wild und Tim Harreither schafften es in die zweite Runde, doch dort war für die Lokalmatadoren Endstation. Besonders für Tim Harreither hätte es durchaus bis ins Halbfinale gehen können, er verlor nämlich in einer spannenden Partie gegen den späteren Drittplatzierten Sebastian Wojta.

Durchmarsch der Favoriten bei den Herren

Die auf Nummer 1 und 2 gesetzten Favoriten lieferten hingegen einen beeindruckenden Durchmarsch ab. Auf der einen Seite des Tableaus hatte Markus Sedletzky kaum Probleme. Er entschied das Turnier bereits 2018 und 2019 für sich. Auf der anderen Seite stand Thomas Statzberger, der das Turnier 2016 und auch bei der letzten Auflage mit Siegen über Sedletzky für sich entschied. Auch diesmal sollte Statzberger am Ende die Oberhand behalten.

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Turniersieger Thomas Statzberger bei seinem Finalauftritt. Bei der diesjährigen Auflage des Turniers wurden in den Finalbegegnungen erstmals Ballkinder eingesetzt, die von Trainer Christian Wolf und anderen Vereinsmitgliedern ausgebildet wurden.
Foto: TC Tulln

Das Finale sah zunächst nach einer engen Partie aus. Sedletzky startete äußerst druckvoll in die Begegnung, während Statzberger sich immer wieder kleinere Unsicherheiten leistete. Das änderte sich jedoch nach dem Zwischenstand von 4:3 für Sedletzky. Statzberger wurde von Game zu Game stärker, bekam immer mehr Oberwasser und holte sich schließlich das erste Break, wodurch er den ersten Satz mit 6:4 für sich entschied.

Im zweiten Satz konnte Sedletzky kaum noch Gegenwehr leisten, währen Statzberger sich keine Fehler mehr leistete, den Satz mit 6:2 trocken nach Hause spielte und sich somit über seine dritte Goldene Rose freuen durfte.

Spannendes Finale im Damenbewerb

Diese wollte sich offensichtlich auch Marlies Szupper, gesetzte Nummer 2 bei den Damen, sichern. Sie scheiterte zuletzt 2019 im Finale. Sie hatte aber bereits vor dem Finale wesentlich härter zu kämpfen, als Sedletzky oder Statzberger.

Bei der Siegerehrung gab sie zu, das Finale ein wenig angeschlagen gespielt zu haben. Ihre Gegnerin war ausgerechnet Lokalmatadorin Anna Gröss, die in souveräner Manier bis ins Finale spaziert war. Mit dem Publikum im Rücken gelang der gebürtigen Absdorferin auch der bessere Start.

Mit guter Länge und einigen Fehlern von Szupper ging der erste Satz mit 6:3 an Gröss. Mit Fortdauer der Partie wurde Szupper aber immer stärker und druckvoller. Auch die Fehlerquote senkte sich zunehmend. So war der zweite Satz mit 6:2 schnell dahin und es ging in den entscheidenden dritten Satz. In diesem war Szupper wieder spielbestimmend.

Gröss wehrte sich zwar noch mit Händen, Füßen und einer lädierten Zehe, doch letztendlich sicherte sich Szupper mit einem beeindruckenden Kraftakt den dritten Satz mit 6:4. Der TC Tulln muss somit zumindest noch ein Jahr auf den ersten Rose-Sieger aus den eigenen Reihen warten.

„Es gab im vergangenen Jahr aufgrund von Umbauarbeiten für das Challenger kein Rosenturnier. Damals haben wir uns gefragt, ob es aufgrund der Fülle und Veranstaltungen nicht zu viel wäre, den Event weiterzuführen“, begann Thomas Laber bei der Siegerehrung der 67. Turnier um die Goldene Rose der Stadt Tulln zu bedenken.

Die zufriedenen Spieler und staunenden Gäste, die über die Woche verteilt auf dem Gelände des Tennisclub Tulln hochkarätige Matches sehen durften, beweisen jedoch, dass die „Rose“ über viele weitere Jahre hinaus ihre Fortsetzung finden wird.