Tulln spielte den Gegner an die Wand. Im letzten Drittel fielen die Tore wie reife Früchte. 13:0, insgesamt feierte Tulln gegen Stockerau 21:0-Kantersieg.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 15. Januar 2020 (01:50)
Short-handed-Goal. Jan Blüml bringt in dieser Szene die sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl befindlichen Tullner nach einem schönen Solo mit 2:0 in Führung. Es war sein erstes von drei Toren.
Stritzl

TULLN – STOCKERAU 2 21:0. Eine überzeugende Leistung des EHC Tulln. Vor allem im Schlussdrittel ging es Schlag auf Schlag, fielen die Tore fast im Minutentakt, mehr als dreimal so viele wie im ersten bzw. zweiten Abschnitt, welche Tulln jeweils klar mit 4:0 für sich entschieden hatte. Trainer Patrick Privoznik war sehr zufrieden: „Es war gut zu sehen, dass wir nie nachgelassen haben, nie aufgehört haben zu spielen, egal wie der Spielstand war.“

Stockeraus Aufgebot hatte mit jener Mannschaft, die Tulln im Landesliga-Finale der Saison 2019/20 gegenüber gestanden war, freilich nichts zu tun. Stockerau 1 hatte sich in Richtung Regionalliga verabschiedet, wo Tulln aus personellen Gründen nicht antreten konnte. „Vom Gegner hat es fast keine Gegenwehr gegeben, das Spiel hat sich zu 80 Prozent im Stockerauer Drittel bewegt. Die Gäste haben auf unser Tor nur zehn Schüsse abgegeben.“

Der Kantersieg war auch in dieser Höhe verdient, „wir haben einige Hundertprozentige liegen gelassen“.

MÖDLING – TULLN 7:13. Tulln schaltete im dritten Drittel zurück. Das Spiel war längst entschieden. Trotzdem ärgerte sich Trainer Privoznik darüber, dass Mödling den Schlussabschnitt mit 4:4 ausgeglichen gestalten konnte. „Mödling ist ein Gegner, den man normal nicht unterschätzen darf. Gegen uns haben sie einen schwachen Tag erwischt.“ Mödling ist vermutlicher Gegner im Halbfinale, „da werden sie stärker sein“.

Auch in dieser Woche bestreitet Tulln zwei Spiele: am Dienstag gegen Zwettl, am Freitag in Ternitz. Alles andere als deutliche Siege gegen die beiden Nachzügler wäre eine Überraschung.