Viktoria Wolffhardt sichert sich Olympia-Ticket. Tullns Viktoria Wolffhardt fixierte bei der Wildwasser-WM in Spanien einen Olympia-Startplatz für die Disziplin Kajak-Slalom.

Von Bettina Kulmer. Erstellt am 02. Oktober 2019 (04:30)
APA (Archiv/dpa)
Viktoria Wolffhardt

Im spanischen La Seu d‘Urgell fielen die wichtigsten Entscheidungen der vorolympischen Saison. Pro Bewerb ist je Nation ein Startplatz für Tokio 2020 vorgesehen. So ritterten Österreichs Spitzenkanutinnen und -kanuten um 18 Tickets im Canadier-Einer und um elf im Kajak-Einer.

Die Ausgangssituation war für Viki Wolffhardt vielversprechend. Im Kajak-Einer lag Wolffhardt vor Beginn der WM in Spanien in der ÖKV-Punkteliste mit drei Zählern vor der zweifachen Weltmeisterin Corinna Kuhnle und Nadine Weratschnig. Das bedeutete: Wenn Wolffhardt es bis ins Finale schaffte, mussten die Konkurrentinnen eine Medaille holen, um sie zu überflügeln. Sollte nur eine aus dem Trio das Finale erreichen, wäre dieser das Ticket sicher. Bis ins Semifinale gelangten tatsächlich dann Kuhnle und Wolffhardt.

Viktoria Wolffhardt startet in Tokio 2020

Allerdings verpassten beide Athletinnen das Finale der besten Zehn. Haarscharf entschied sich der Zweikampf um das österreichische Olympiaticket zugunsten der 25-jährigen Tullnerin. Zwar lag Corinna Kuhnle 0,06 Sekunden vor Wolffhardt – die beiden belegten die Plätze 16 und 17 – doch die interne Ausscheidung um den Startplatz entschied die Tullnerin mit 9:8 Punkten für sich.

Damit steht fest: Viktoria Wolffhardt wird die rot-weiß-rote Fahne in Japan hochhalten und erstmals bei Olympischen Spielen an den Start gehen. Den WM-Titel im Kajak-Einer sicherte sich übrigens die Tschechin Eva Tercelj vor der Australierin Jessica Fox und der Neuseeländerin Luuka Jones.

Das Ausnahmetalent Wolffhardt hatte in Spanien noch eine zweite Chance auf ein Startticket. Im Canadier-Einer lag sie mit vier Punkten drei Zähler hinter der 21-jährigen Nadine Weratschnig.

Auch in diesem Duell würde ein alleiniger Finaleinzug entscheiden. Allerdings verpasste Wolffhardt den Endlauf auf Rang 14 und Weratschnig holte die vor einem Jahr knapp verpasste WM-Bronze-Medaille nach. Damit bescherte sie sich ein Olympiaticket im Canadier. Der Sieg ging an die Deutsche Andrea Herzog.