Das war Werbung für den Handball-Sport

Tullns Herren jubelten nach einem offenen Schlagabtausch über einen verdienten Plus-zwei-Heimsieg gegen die Fivers 2.

NÖN Redaktion Erstellt am 22. September 2021 | 02:31
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Oliver Nikic war einmal mehr überragend und führte den UHC Tulln mit zehn Toren zum Sieg gegen die Fivers 2.
Foto: UHC Tulln

TULLN - HC FIVERS WAT MARGARETEN 2 27:25

Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Das Spiel bewegte sich auf gutem Bundesliga-Niveau. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Ein Mal war Tulln vorne (8:5), dann der Gegner (8:10). Ab der 38. Minute aber lag Tulln nie mehr in Rückstand. Vier Minuten vor Schluss glichen die Fivers noch einmal aus (24:24), alles war möglich. Der überragende Oliver Nikic, der sich erneut in blendender Wurflaune zeigte, warf schließlich das alles entscheidende 27:25.

Tullns Torhüter-Gespann Florian Haag/Arianit Nimanaj zeigte eine solide Leistung. Maximilian Wolffhardt war im Mittelblock Turm in der Schlacht. Im Angriff war Oli Nikic bester Mann am Platz.

„So stellt man sich 2.-Liga-Handball vor! Man sieht viele Talente, die sich für höhere Aufgaben empfehlen können. Das war Werbung für den Handballsport. Ein rasantes, temporeiches Spiel von Anfang bis zum Schluss. Wir haben den Sieg erzwungen, wollten unbedingt gewinnen. Ein großes Lob aber auch an die Fivers“, so Tulln-Trainer Raimund Auß. „Die Stimmung in der Halle war toll. Die Zuschauer waren ein Wahnsinn. Ein Lob ans Publikum!“

Nächster Gegner ist Korneuburg. „Von der Papierform her der stärkste Gegner. Wir haben nichts zu verlieren.“ Mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen hat Tulln das Plansoll erfüllt. „Wir steigern uns von Spiel zu Spiel. Natürlich können wir auch einmal verlieren. Auf das Wie kommt es an.“

Auch Ex-Trainer Günter Grafelmann outete sich als Fan dieser jungen Tullner Mannschaft: „Das Spiel war ein offener Schlagabtausch und extrem spannend. Ich habe Einsatz, Willen, Begeisterung, Charakter und Geschlossenheit gesehen. Auch wenn die Saison noch sehr jung ist: Diese Mannschaft hat viel Potenzial. Es ist unglaublich schön zu sehen, dass der Trainer weiterhin auch die Jungen einbindet und diese gezielt in Verantwortung nimmt.“