Tullns Herren sind wieder gerettet. Der UHC Tulln bleibt in der Bundesliga! Aufgrund einer umfassenden Ligen-Reform gibt es heuer keinen Absteiger.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 21. April 2021 (01:34)
Alexander Fritz war der beste Mann am Platz. Mit einer überragenden Leistung und zehn Toren führte er den UHC Tulln zu einem verdienten Sieg gegen Graz.
Wolfgang Stritzl, Wolfgang Stritzl

Jetzt ist es amtlich. Die spusu-Liga wird von zehn auf zwölf Vereine aufgestockt. Dies beschloss der ÖHB in seiner Online-Vorstandssitzung am Samstag. Die Reform umfasst die beiden höchsten Spielklassen im Männer-Handball, also auch die Spusu-Challenge, in der Tulln bis zur Entscheidung am grünen Tisch gegen den Abstieg kämpfte.

Ab der kommenden Saison wird die spusu-Challenge in eine Nord-Ost- und eine Süd-West-Staffel mit jeweils bis zu zehn Mannschaften geteilt. Folglich gibt es in der laufenden Meisterschaft keine Absteiger aus Österreichs 1. und 2. Liga, Tulln ist gerettet. Trainer Günter Grafelmann tritt allerdings auf die Euphoriebremse und gibt zu bedenken: „Das Vereins-Gefüge in der Ost-Staffel wird sich nicht ändern. Und wir wissen um die Stärke der Liga!“

„Das Vereins-Gefüge in der Ost-Staffel wird sich nicht ändern. Und wir wissen um die Stärke der Liga!“

Grund zum Jubeln hatte der UHC auch schon am Mittwoch gehabt. Tulln hat eine lange Durststrecke beendet. Der verdiente Erfolg gegen HIB Graz, den (vermeintlich) direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, war der erste nach elf Niederlagen in Folge, der erste seit dem 24:20-Sieg gegen Vöslau am 23. Jänner. Alexander Fritz machte ein überragendes Spiel. Mit zehn Toren war er bester Werfer seiner Mannschaft. Die Entscheidung über die Nominierung des späteren Matchwinners in die Startformation war Grafelmann schwer gefallen. Denn Patrick Gasperov hatte an Fritz‘ Aufbau-Position zuletzt starke Spiele gemacht. Ein Luxusproblem, eine Bauchentscheidung für Fritz, die Grafelmann nach dem Abschlusstraining fällte. „Fritz hat unglaublich gut trainiert. Die Entscheidung, Gasperov auf der Bank zu lassen, ist mir extrem schwer gefallen.“