Dame sticht, Bub unterliegt. Langenlebarns Damen holten zwei Siege, die Herren gingen in ihrer Dreifachrunde leer aus.

Von Bettina Kulmer. Erstellt am 14. Dezember 2016 (05:26)
NOEN, Stritzl
Lukas Treiber kämpfte am Block um jeden Punkt.

Gleich drei Spiele standen für Langenlebarn am verlängerten Wochenende an. Den Auftakt absolvierte man prompt mit Steyr, einem der stärksten Gegner der Liga.

Vom vorwöchigen Sieg beflügelt, starteten die Heimischen stark in die Partie. Der erste Satz ging nach einer strittigen Schiedsrichterentscheidung 26:28 verloren. Den Elan konnte man auch in den zweiten Satz retten, den Langenlebarn für sich entschied. Doch dann schienen die Gastgeber plötzlich in alte Muster zu fallen, viele Punkte wurden verschenkt, Eigenfehler häuften sich. Am Ende unterlag man dem Tabellenzweiten 1:3.

„Wir haben wirklich gutes Volleyball gespielt. Ich bin überzeugt: Hätten wir den ersten Satz gewonnen, hätten wir das Spiel gewonnen“, meint Mike Holzmann.

LANGENLEBARN - SALZBURG 2:3. Nach nur einem Tag Pause empfingen die Herren Salzburg, eine starke Mannschaft gespickt mit Spielern des Jugendnationalteams. Rasch zeichnete sich ein ähnliches Bild wie gegen Steyr ab. Der erste Satz ging knapp an die Gegner, dann der Ausgleich. Diesmal behielt Langenlebarn die Nerven etwas länger und erhöhte auf 2:1.

Der Sieg war zum Greifen nah, doch die Heimischen konnten den Sack nicht zumachen. Salzburg stellte auf 2:2 und hatte im Entscheidungssatz leichtes Spiel. „Es hat Spaß gemacht, auf hohem Niveau zu spielen. Früher hätten wir diese beiden Partien gewonnen. Da hatten wir aber auch das nötige Glück.“

Denn auch in dieser Begegnung schien der Schiedsrichter nicht ganz aufmerksam zu sein und übersah eine gegnerische Antennenberührung in der entscheidenden Phase.

LANGENLEBARN - HOT VOLLEYS WIEN 0:3. Mit nur einem Punkt im Gepäck traf man tags darauf auf die Wiener Hot Volleys. Hielt man im ersten Satz noch gut mit, zeigte Langenlebarn anschließend, dass die Luft draußen war. „Die beiden Niederlagen hatten wir natürlich im Kopf. Das Spiel darf man nicht so auf die Waagschale legen. Wir waren psychisch und physisch müde.“

Immerhin stand nach der Niederlage gegen Salzburg fest, dass Langenlebarn nicht mehr ins obere Play-off gelangen kann. Vier Spiele gilt es nach der Weihnachtspause noch zu absolvieren. Das erste Spiel im neuen Jahr findet am 8. Jänner gegen Oberndorf statt. Um sich für den Frühjahrsdurchgang möglichst gut zu positionieren, will Langenlebarn Platz fünf oder sechs erreichen. Denn dann bekommt man Bonuspunkte auf sein Konto gutgeschrieben. Immerhin will man sich wieder für die Bundesliga qualifizieren.

Damen: LANGENLEBARN - NIBELUNGENGAU 3:2 . Für die Damen brachte das lange Wochenende eine Doppelrunde. Zu Gast waren die zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Pöchlarnerinnen. Topmotiviert startete man in den ersten Satz. Dennoch schlichen sich trotz guter Annahme und stabilem Zuspiel Fehler im Angriff ein. Das gegnerische Team entschied den Satz knapp 23:25 für sich. Auch der zweite Satz ging mit demselben Ergebnis an die Gegner.

Erst als der Hut brannte, konnten die Langenlebarnerinnen ihre Angriffsleistung steigern und Eigenfehler reduzieren. Der Lohn: 25:19. „Wir waren geputscht vom Satzgewinn und wollten mit aller Kraft eine Niederlage vor dem Heimpublikum verhindern“, so Spielerin Nicole Patek. Spektakuläre, lange Ballwechsel prägten daraufhin den vierten Satz, der an die Heimischen ging.

Im fünften Satz überließ man nichts mehr dem Zufall, spielte sich einen Fünf-Punkte-Polster heraus. Nibelungengau konnte zwar verkürzen, doch die Langenlebarnerinnen ließen sich die zwei Punkte nicht mehr nehmen.

LANGENLEBARN - SÜDSTADT 3:1. Ungewohnt schläfrig, nach dem sensationellen Triumph über Nibelungengau, ging man gegen Südstadt ans Werk. Erneut brauchte es einen Rückstand, um die Damen anzutreiben. Erst im zweiten Satz hatte man sich an personelle Umstellungen gewöhnt und entschied diesen mit druckvollen Services für sich.

In den folgenden beiden Sätzen gerieten die Gastgeberinnen jeweils durch schlechte Annahmen in Rückstand. Bis zum Ende des Satzes kämpften sie sich aber wieder heran und konnten diese dank einer geschlossenen kämpferischen Leistung für sich entscheiden. Weitere drei Punkte auf’s Konto der Langenlebarnerinnen.