Ruppersthal

Erstellt am 27. Juni 2018, 01:34

von Wolfgang Stritzl

Ganz Ruppersthal war auf den Beinen. Eineinhalb Mal so viele Starter wie Einwohner! Jeder vierte half bei der Organisation des bereits 18. Laufes mit.

Ein Mal im Jahr herrscht in Ruppersthal Ausnahmezustand. Am Sonntag war es wieder soweit. Der ganze Ort glich einem einzigen Parkplatz. 900 Sportbegeisterte von Jung (1. Klasse Volksschule) bis Alt (Jahrgang 1939) starteten bei der 18. Auflage des Ruppersthaler Weintraubenlaufes. Eineinhalb Mal so viele Personen wie die Ortschaft Einwohner hat. 150 von ihnen, und damit jeder vierte (!) Ruppersthaler, half bei der Organisation mit.

„Dieser Tag ist einzigartig“

Das größte Freiwilligen-Kontingent stellte der USC Ruppersthal um Obmann Leopold Scheuch. Tagwache war für alle um 6 Uhr. „Der große Einsatz unserer vielen freiwilligen Helfer ist einzigartig“, weiß Fritz Genger vom Organisationskomitee.

Blaulichtorganisationen sorgten für zusätzliche Sicherheit, je zwei Polizisten und Rot-Kreuz-Sanitäter verrichteten ebenso ihren Dienst wie 25 Feuerwehrmänner der FF Ruppersthal zur zusätzlichen Streckenabsicherung.

Titelverteidiger. Matthias Vogl wiederholte seinen Sieg vom Vorjahr.  |  NOEN, Wolfgang Stritzl

900 Starter bedeuteten neuen Teilnehmerrekord. Ob es gelingen wird, die 1000er-Marke zu knacken? „Vielleicht bei unserem 20. Jubiläumslauf“, lachte Genger.

Der Hausleitner Matthias Vogl wiederholte über den 10-Kilometer-Hauptlauf seinen Sieg vom Vorjahr. Schon nach der ersten Runde lag er uneinholbar in Führung. An den im Jahr 2014 von Ketema Lemawork, einem österreichischer Marathonläufer mit äthiopischen Wurzeln, aufgestellten Streckenrekord (31:07,9 Minuten) kam Vogl zwar nicht heran, der Vorsprung auf den Zweiten war aber gewaltig. „Die Temperaturen waren perfekt, auch der Wind stellte kein großes Problem dar. Leider war die Siegerzeit nicht ganz so super“, so Vogl beim Siegerinterview, zu dem er Sekunden nach dem Zieleinlauf von Franz Schober gebeten wurde. Als Co-Moderator führte Fachkommentator Martin Walzer durch den Vormittag.

„Weintraubenlauf ist Top-Veranstaltung“

Der Zweitplatzierte Michael Senft, der auf den „knackigen Steigungen“ nicht ganz mit Vogl mithalten konnte, lobte den Ruppersthaler Weintraubenlauf: „Das ist eine Top-Veranstaltung.“

Der zum engeren Favoritenkreis gehörende Hannes Silberbauer (ULC Horn) wurde Dritter. Er ist seit kurzem unter die Triathleten gegangen. „Ich musste mehr Muskelmasse aufbauen, darunter leidet die Laufzeit …“ Vierter des Gesamtklassements und Zweiter seiner Altersklasse wurde Hannes Blauensteiner (Team Sportpraxis), Organisator des Rosenarcadelaufes, der heute, Mittwoch, über die Bühne gehen wird. Schnellste Dame des Feldes war Anna Holzmann. „Ich liebe diese Strecke.“ Am Vortag hatte sie noch am Zwettler Stadtlauf teilgenommen. „Deshalb hatte ich schwere Beine.“ Zum Sieg reichte es in Abwesenheit von Vorjahressiegerin Katharina Tampermeier trotzdem.

Über die 5 Kilometer bestätigte Anita Miedl ihre Favoritenrolle, bei den Herren gewann Philipp Gintenstorfer.

Prominenz aus Sport, Wirtschaft und Politik

LABg. Bernhard Heinreichsberger und Bundesrat Andreas Spanring gaben in Anwesenheit von Vizebürgermeisterin Elfriede Habacht den Startschuss ab und schickten das Rekordstarterfeld ins Rennen. Weiterere Ehrengäste waren NÖFV-Präsident Johann Gartner, Bürgermeister-Kollege von Ruppersthals Ortschef Alois Zetsch, und Franz Dechantsreiter, Vizepräsident der Sportunion Niederösterreich.

Ruppersthal war zugleich Finalort der „Laufinitiative 2020“, an der so viele Volksschulen wie noch nie teilgenommen hatten.

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