Welch Happy-End!. Fußball / Nach langem Hin und Her durfte Dominik Koukola doch nach Grafenwörth wechseln. Bei seinem Debüt war er der Beste.

Erstellt am 13. März 2014 (23:59)
Von Mathias Wagner

Nach dem 2:2 des USC Grafenwörth in Horn hatte Trainer Jürgen Fangmeyer für einen Spieler besonders viel Lob übrig: Dominik Koukola. „Er war der beste Mann am Platz!“

Ob Koukola gegen Horn, bzw. überhaupt für Grafenwörth spielen konnte, war lange unklar gewesen. Erst am Freitag erhielt er den Spielerpass. Denn Koukolas Ex-Verein Eggenburg erteilte keine Freigabe. Zu unrecht, wie Koukola und Grafenwörth argumentierten. „Ich habe mich vor sechs Jahren von meinem Stammverein Göllersdorf freigekauft“, erzählte Koukola. Mit Eggenburg habe er vereinbart, jederzeit wechseln zu dürfen. Es war eine mündliche Vereinbarung, die Eggenburg so nie erteilt haben wollte. Koukola fühlte sich über den Tisch gezogen. Der Fall landete vor dem Kontrollausschuss des NÖFV.

Der Verband konnte sich nicht festlegen

Die erste Sitzung Mitte Februar musste vertagt werden, da Eggenburg einen Funktionär schickte, der mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hatte. Erst vergangenen Donnerstag, drei Wochen nach dem ersten Termin, erzwang der Verband unter Androhung einer Geldstrafe ein schriftliches Statement von Eggenburg. Persönlich erschienen war niemand. In der Stellungnahme wurde weiterhin behauptet, dass es diese Zusage an Koukola nicht gegeben hatte. „Wenn man Aussage gegen Aussage steht, darf der Verband nicht entscheiden“, erläuterte Koukola. „Eine Frechheit. Zahlreiche Zeugen haben ausgesagt, dass Eggenburg im Unrecht ist“, ärgerte sich Fangmeyer.

Schließlich einigte man sich darauf, dass Grafenwörth Koukola bis zum Saisonende ausleihen würde, ehe sie ihn endgültig verpflichten dürften.

Auch Florian Anderle, ein weiterer Neuzugang Grafenwörths aus Eggenburg, hatte beim Wechsel Probleme. Eigentlich wollte er nach Zwettl wechseln. Eggenburg zögerte die Freigabe so lange raus, bis Zwettl Anderle nicht mehr wollte.

Koukala hat aus Anderles und seinem Fall nun eines gelernt: „Ich würde jedem raten, alle Details unbedingt schriftlich fixieren zu lassen.“