Tolles Spektakel in Waidhofner City. Wolfgang Hiller holte seinen dritten Sieg. Bei den Frauen stellte Conny Krapfenbauer alle in den Schatten.

Von Bernd Dangl und Franz Dangl. Update am 13. Juni 2017 (14:54)
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Es war wieder mal ein Riesen-Sportfest, das am vergangenen Freitagabend im Zentrum von Waidhofen über die Bühne ging. Da strahlte auch LTU Waidhofen-Obmann Erich Scharf mit der Sonne um die Wette: „So toll, dass wir diesmal absolut nicht zittern mussten, hat uns das Wetter noch nie mitgespielt.“

Neben den sportlichen Top-Leistungen trug vor allem einmal mehr der riesige Andrang zur guten Stimmung bei: 819 Starter bei den Kids, 1058 Nennungen beim Benefiz-Hobbylauf, 116 Finisher beim Hauptlauf! Dazu jede Menge Zuschauer – der Waidhofner Hauptplatz ging einmal mehr regelrecht über …

Streckenrekord bei den Frauen

Beim 6,9km langen Hauptlauf gab‘s gleich mehrere Highlights. Zum Einen sahen die Zuschauer einen spannenden Zweikampf um den Tagessieg zwischen den Teamkollegen Wolfgang Hiller und Martin Hofbauer. Die beiden Kremser diktierten von Beginn an das Tempo, liefen – vorerst noch – mit dem Gmünder Altmeister Alois Redl vorne weg. Redl musste ab Runde drei etwas abreißen lassen, sollte diesen Rang am Ende aber souverän ins Ziel bringen.

Hiller und Hofbauer bogen nebeneinander in die letzte der insgesamt sechs Runden ein, ehe Hiller gleich nach dem Start/Ziel zu einem Zwischenspurt ansetzte und sich die entscheidenden Meter absetzen konnte. Der Waldviertel-Cup-Gesamtsieger von 2014 und zweifache Waidhofen-Sieger ließ schließlich nichts mehr anbrennen, siegte in 22:53 Minuten und hatte am Ende acht Sekunden Vorsprung. Im Ziel zeigte er sich begeistert: „Das Wetter war perfekt und die Strecke taugt mir. Zu Beginn der letzten Runde hab‘ ich mir gedacht, dass ich es jetzt versuchen muss.“
Versuchen und wissen wollte es auch Conny Krapfenbauer. Die Zwettlerin, die den bisherigen Cup dominierte, war auch in Waidhofen einsame Spitze und hatte von Beginn an einen Plan: den Streckenrekord zu knacken. Dieser lag bei 25:59 Minuten, aufgestellt 2015 von Verena Pachlatko. Seit Freitag gibt‘s allerdings eine neue Bestmarke, denn Krapfenbauer lief nach 25:32 Minuten über die Ziellinie. „Mir taugt die Strecke. Es ist schön, dass mein Plan aufgegangen ist.“ Ihr Partner Andi Kainz feuerte sie von der Strecke aus an, sah, wie sich der Vorsprung auf Verfolgerin Pachlatko von Runde zu Runde vergrößerte. Die Oberösterreicherin kam zwar ihrem eigenen Rekord mit 26:02 ziemlich nahe, an diesem Tag reichte es aber nur für Platz zwei. Das Stockerl komplettierte die Zwettlerin Anna Holzmann.

Nun wartet beim Waldviertler Laufcup schon der nächste Klassiker. Am Samstag, den 24. Juni gastiert der Cup beim 29. Zwettler Stadtlauf.