"Müssen kämpfen". Analyse & Vorschau / Die Waidhofner sind voll in die Krise geschlittert, wollen jetzt "Schadensbegrenzung" gegen das stärkste Team 2014.

Von Michael Salzer. Erstellt am 16. September 2014 (10:34)
Zurzeit die Schießbude der Liga: Michael Pischinger (li.), diesmal als Innenverteidiger anstelle des erkrankten Michael Past aufgeboten, und seine Waidhofner wurden auch in Ebreichsdorf ausgebremst – und sind nun mit den meisten Gegentoren, ex aequo mit Bad Vöslau, auf den vorletzten Tabellenrang abgerutscht.
NOEN, Michael Salzer

WAIDHOFEN - LEOBENDORF, Freitag, 19.30 Uhr. Die beiden Aufsteiger aus Krems und Ebreichsdorf haben die Waidhofner zuletzt mit 9:2 Toren „paniert“. Wie soll also jetzt der SV Leobendorf, der Vizemeister bzw. das eindeutig stärkste Team im Kalenderjahr 2014, von jener Mannschaft mit den meisten Gegentoren gestoppt werden? „Vielleicht spielen die nur mit sieben Leuten, dann hätten wir eine Chance“, scherzte SVW-Trainer Helmut Lamatsch.

Doch dann fügte er wieder ernsthafter hinzu: „Eigentlich ist es ganz einfach erklärt: Wir müssen hinten sicherer werden und vorne unsere Möglichkeiten nützen. Unsere größte Chance ist, dass wir keine Chance haben. Leobendorf will unbedingt aufsteigen, muss daher auch in Waidhofen gewinnen. Das heißt: Der Druck liegt bei ihnen.“ Obmann Andreas Hanisch fügte hinzu: „Bei uns spielt zurzeit wirklich niemand in Normalform, daher ist gegen Leobendorf – ganz ehrlich und realistisch betrachtet – nur Schadensbegrenzung möglich. Von unseren Burschen erwarte ich zumindest, dass sie kämpfen und nicht allzu viele Tore kassieren.“

Zur personellen Situation beim SV Waidhofen: Jung-Verteidiger Michael Past fehlte in Ebreichsdorf wegen einer fiebrigen Erkrankung, sollte aber bis Freitagabend wieder fit werden. Fehlen wird hingegen Philip Rössler, der zweite Akademie-Verteidiger, wegen einer Schulterverletzung aus dem Training.