Auftakt mit Heimsieg. Die Sieghartserinnen zeigten eine unkonstante Gesamtleistung, aber auch Kampfgeist und Nervenstärke – 3:2!

Von Michael Salzer. Erstellt am 30. September 2014 (10:06)
Das Damenteam der USG Groß Siegharts ist mit einem knappen 3:2-Heimsieg in die neue Landesliga-Saison gestartet: Andrea Höbinger, Gisela Schöpke, Irina Dangl, Nina Biedermann, Alexandra Fenz (vorne), Katharina Lamatsch, Barbara Bauer, Maria Prohaska, Melanie Todt, Ulrike Lamatsch (hinten, von links).
NOEN

GROSS SIEGHARTS - YBBS 3:2. Mit dem knappsten aller Siege feierte USG-Spielertrainerin Irina Dangl und ihr neuformiertes Team einen erfolgreichen Einstand! „Wir sind gut gestartet und hatten immer wieder starke Phasen, haben aber zwischendurch auch mit Annahmeproblemen gekämpft und zwei Sätze klar verloren“, erklärte Dangl, warum das Heimspiel am Sonntag Nachmittag so spannend verlaufen war.

Gleich im ersten Set lief alles wie geschmiert: Mit druckvollem Service, konstanter Annahme und sicherem Abschluss gewannen die Sieghartserinnen den ersten Satz mit 25:20. Im zweiten Durchgang kamen die Aufsteigerinnen aus Ybbs besser ins Spiel, zugleich funktionierte bei der Sportunion Groß Siegharts gar nichts mehr – die Folge daraus war ein 12:25-Debakel!

Doch dank einer Umstellung im Angriff und mit ihrem bereits traditionellen Kampfgeist schlugen die USG-Mädels im dritten Set zurück: Barbara Bauer stellte mit einer fulminanten Service-Serie gleich auf 5:0. Jetzt funktionierte der Spielaufbau wieder besser, somit konnte wieder mehr Druck auf den Gegner ausgeübt werden. Am Ende wurde es zwar noch knapp, doch in dieser Phase zeigten die Waldviertlerinnen auch ihre Nervenstärke, setzten sich mit 25:23 durch.

Verhandlungen mit neuem Coach laufen

Der vierte Satz begann ausgeglichen, doch dann agierte die heimische Sechs – geblendet von der tiefstehenden Sonne – wieder fehlerhafter in allen Bereichen und geriet mit 7:15 ins Hintertreffen. Auch die Einwechslung der Nachwuchshoffnungen Katharina Lamatsch und Nina Biedermann brachte nicht mehr die erhoffte Wende – der Satz ging mit 17:25 an Ybbs.

Im Entscheidungssatz probierte es Coach Michael Huber wieder mit einigen Umstellungen – diese führten letztlich zum Erfolg. Bei 8:6 wurden die Seiten gewechselt, bei 14:13 kam Youngster Ulli Lamatsch zurück aufs Spielfeld – und verwertete den ersten Matchball gleich beim Debüt im Landesliga-Team mit einem starken Service!

„Das war wirklich knapp, letztlich haben wir dank guter Konzentration und Nervenstärke gewonnen“, bilanzierte Irina Dangl. „Aber wir haben noch Steigerungspotenzial in allen Bereichen, müssen jetzt im Training gezielt an unseren Schwächen arbeiten.“ Die Aufgaben der Spielertrainerin übernimmt möglicherweise bald ein neuer Mann: Michael Huber stand im ersten Match der neuen Landesliga-Saison bereits an der Seitenlinie. Doch Dangl stieg auf die Euphoriebremse: „Wir sollten da keine voreilige Entscheidung treffen, müssen noch einige Gespräche führen…“