Waldviertler am Stockerl beim Ausdauer-Comeback. Martin Leirer wurde Triathlon-Landesmeister in seiner Altersklasse. Andreas Kainz holte beim „Bike-Run“ Silber.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 02. Juni 2021 (00:49)

Der große Mitteldistanz-Triathlon ist zurück in der Landeshauptstadt. 1.700 Athletinnen und Athleten nahmen für das Wochenende St. Pölten in Beschlag. Mit am Start waren auch einige Waldviertler.

Mit unterschiedlichen Ambitionen und am Ende auch mit unterschiedlichen Leistungen. Zwei von ihnen schafften es sogar aufs Stockerl. Top schnitt einmal mehr der Zwettler Andreas Kainz ab. Beim „Bike-Run-Bewerb“ mit 90km Radstrecke und einem Halbmarathon von 21km finishte er an der zweiten Stelle der Gesamtwertung. „Es war einfach geil, auf der gesperrten Autobahn Vollgas zu fahren und endlich wieder zu racen“, so Kainz. Mit seiner Leistung war er vollends zufrieden: „Ich war am Rad vier Minuten und beim Laufen drei Minuten schneller unterwegs, als beim vorigen Mal. Durch den Wellenstart wusste ich aber nicht, dass es einen Führenden in einer Gruppe vor mir gab. Da verliert man einfach den Überblick.“

Den klassischen Triathlon mit 1,9km schwimmen, 90km am Rad und den 21km-Halbmarathon absolvierte der Gasterner Martin Leirer. Mit einem soliden Rennen konnte er sich mit dem fünften Platz in der AK 45-49 ein Ticket für die Challenge Weltmeisterschaften in Samorin (Slowakei) sowie den Niederösterreichischen Landesmeistertitel in seiner Altersklasse sichern. „Diese Wetterbedingungen kamen mir persönlich nicht zu Gute. Als Leichtgewicht mit wenig Körperfettanteil kam ich nie so richtig in Fahrt.“ Umso zufriedener war Leirer mit seinem Output.

Für manche kam dieses Sport-Comeback überraschend – etwa für Triathlon-Legende Alexander Frühwirth. „Ich hab‘ ja nicht damit gerechnet, dass sich vor August etwas tut.“ Dementsprechend sei er auch nicht vorbereitet gewesen. Aber auch, weil er arbeitstechnisch massiv eingespannt war. Aufgrund der Borkenkäfer-Krise pflanzte er zuletzt 5.000 Bäume, trat auch angeschlagen in St. Pölten und praktisch ohne Training an.

„Ich bin gerade zweimal mit dem Rad nach Krems gefahren – das war‘s.“ Nachsatz: „In meinem Alter muss ich niemandem mehr etwas beweisen, oder Rekorde aufstellen. Es war schön, wieder die Kollegen zu treffen.“