Handballer der Union Waidhofen mussten in Quarantäne. Nach einem positiven Coronafall muss das gesamte Team der Union Waidhofen 10 Tage in Absonderung. Cupspiel abgesagt.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. September 2020 (03:22)
Eine positive Coronatest-Probe gab ein Waidhofner Handballer ab. Jetzt ist die ganze Mannschaft in Absonderung.
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Am Wochenende stand das Halbfinale des NÖ-Cups am Programm. Im ewig jungen Revierderby sollten sich Horn und Eggenburg sowie Waidhofen und Langenlois/Krems um den Finaleinzug matchen. Waidhofen hatte zwar das Viertelfinale in Perchtoldsdorf klar mit 17:30 verloren, da Perchtoldsdorf aber einen nicht spielberechtigten Akteur einsetzte, wurde die Partie mit 12:0 für Waidhofen strafverifiziert. Allein, es kam nicht zu den Halbfinalspielen.

Der Grund: In der Nacht nach einem eingeschobenen Testspiel zwischen Waidhofen und Eggenburg, das übrigens 30:30 endete, brachen bei einem Waidhofen-Akteur Krankheitssymptome aus.

Halbfinale sollen nachgetragen werden

Er unterzog sich einem Coronatest, der positiv ausfiel. „Wir haben danach sofort die Behörden und den NÖ Handball-Verband informiert“, erzählt Waidhofen-Obmann Nikolaus Becker, der selbst als Torhüter zur Mannschaft zählt. Die Cup-Halbfinalspiele wurden abgesagt, auch jenes von Waidhofens Testspielgegner Eggenburg. Alle Beteiligten von beiden Teams wurden bereits Tests unterzogen. Ob weitere positive Ergebnisse dazukamen, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Aber egal, wie die Testergebnisse ausfallen, sämtliche Betroffene müssen zehn Tage lang abgesondert bleiben – auch, wenn der Test negativ ist.

„Obwohl die Ergebnisse noch fehlen, sind bei uns alle positiv gestimmt“, berichtet Becker von seiner Mannschaft. Das Wochenende sei aber „mühsam“ gewesen, weil insgesamt mehrere Behörden bezüglich der Absonderungsbescheide involviert gewesen wären. Bei der Union Horn nahm man die Entscheidung zur Derby-Verschiebung gegen Eggenburg gelassen: „Aus meiner Sicht war das die einzig richtige Entscheidung“, meint Obmann Manfred Bareis. „Lieber abwarten, als etwas riskieren. Es wäre kein guter Start in die Saison, wenn gleich etwas passiert.“ Auch Eggenburg-Manager Thomas Ableidinger nahm die Entscheidung gelassen. Das Spiel um den Finaleinzug soll am 26. September stattfinden, ebenso wie das zweite Halbfinale zwischen Waidhofen und Langenlois/Krems.