Resch: „Zu hoch vom Acker geschossen“. Bei Zwettl funktionierte diesmal fast alles, bei den Waidhofnern fehlten in allen Bereichen ein paar Prozent.

Von Michael Salzer. Erstellt am 28. Oktober 2014 (10:55)
Unhaltbar! Beim klaren Derby-Sieg des SC Zwettl ragte ein junger Mann aus dem starken Kollektiv hervor: Lorenz Grabovac (rechts, gegen SVW-Kapitän Felix Werle) erzielte den ersten Treffer, bereitete drei weitere vor, vergab auch noch zwei Großchancen.
NOEN, Michael Salzer

ZWETTL - WAIDHOFEN/THAYA 5:0. Während der SC Zwettl eine fast perfekte Fußball-Gala ablieferte, wurde der rabenschwarze Abend des SV Waidhofen gleich nach drei Minuten eingeleitet: SVW-Goalie Christian Rössler verschätzt sich bei einer Hereingabe von Markus Brunner, Lorenz Grabovac lauert dahinter und trifft aus spitzem Winkel ins leere Gehäuse – 1:0. Bei der nächsten Aktion geht Gregor Schmidt durch, doch diesmal ist Rössler am Posten (5.).

Dann musste auch SCZ-Tormann Martin Schlögl bei einigen Waidhofner Angriffen eingreifen, allerdings nicht in großer Not – ein gefährlicher Jankovic-Schuss strich nur knapp am langen Eck vorbei. (37.). Doch kurz davor hatte Gregor Schmidt schon für die Vorentscheidung gesorgt, mit einem herrlichen Solo übers halbe Spielfeld auf 2:0 gestellt.

Dobal-Doppelpack in den letzten Minuten

Auch nach dem Seitenwechsel fehlten bei den Gästen die letzten nötigen Prozentpunkte an Konsequenz in allen Bereichen, während bei den Hausherren alles aufging: Der soeben eingewechselte Markus Wimmer nimmt sich das Leder nach perfektem Grabovac-Pass mit seinem ersten Ballkontakt links mit und versenkt es mit rechts – 3:0 (58.). In der Schlussphase schlitterten die demoralisierten Waidhofner mit unnötigen Ballverlusten noch ins Derby-Debakel: Vladimir Dobal verwertet eine Grabovac-Flanke volley und kommt zum Abstauber – 5:0 (90.).

„Wir haben diesmal sehr effektiv gespielt, aber die Waidhofner um eine Spur zu hoch vom Acker geschossen“, erklärte Zwettl-Sektionsleiter Harald Resch. Waidhofen-Trainer Helmut Lamatsch stimmte zu: „Die Zwettler waren in Summe besser und haben verdient gewonnen. Allerdings waren wir nicht um gar so viel schlechter, wie es das Ergebnis aussagt. Bei uns hat die Körpersprache nicht gepasst, außerdem haben wir ihnen das Toreschießen viel zu leicht gemacht.“
 

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