Ein Lauffeuer mit Tradition. Knapp 1.000 Menschen spendeten für Benefizlauf. Cuplauf: Hillers dritter, Krapfenbauers erster Sieg!

Von Petra Suchy. Erstellt am 17. Juni 2014 (09:48)
NOEN, Petra Suchy
Positiv Bilanz zog der harte Kern des LTU Waidhofen, der heuer den 20. Stadtlauf organisierte (v.l.): Wolfgang Bruckner, Joachim Mödlagl, Erich Scharf, Emmerich Kuttner (vorne), Melitta Eichinger, Bernhard Höllrigl, Gerhard Eichinger, Manfred Böhm, Rudi Cerny und Eva-Maria Rabl (hinten).

Auch bei der Jubiläumsauflage des Waidhofner Stadtlaufs kommt man um Superlative nicht umher: Von 990 Benefizlauf-Nennungen kamen 570 über 2,3km ins Schwitzen (2013: 550 Finisher bei 930 Nennungen); in den Nachwuchsbewerben, die gleich zweimal im Vorfeld für Startzeitverschiebungen sorgten, waren unglaubliche 494 Schüler aus 33 Klassen – in Summe 595 (!) Kinder und Jugendliche vor Ort in Bewegung. Dass der veranstaltende LTU Waidhofen sogar im Hauptlauf mit 150 Aktiven um 23 Starter mehr als im Vorjahr verzeichnete, fiel in der Fülle der Läuferbeine nur mehr statistisch ins Gewicht … am Waidhofner Stadtplatz hatte sich bereits am Freitagnachmittag ein für Waldviertler Verhältnisse einzigartiges, aber nicht einmaliges Lauffeuer entzündet.

Jeweils zu gleichen Teilen von 2.475 Euro wurde das erlaufene Nenngeld im Benefizbewerb an den 40-jährigen Mario Höbinger aus Matzles und den 37-jährigen Johann Höhsel aus Oedt. Auch die drei größten Gruppen spendeten traditionell ihr Preisgeld. LTU-Mastermind Erich Scharf sprach bei der Übergabe allen Teilnehmern großen Dank aus: „Der Benefizlauf war wieder das Highlight. So ‘was gibt‘s kein zweites Mal. Wir haben bewiesen, dass wir in Waidhofen nicht nur auf die Zeit schauen, sondern auch auf Menschen, die’s notwendiger haben als wir selbst.“

Nur Sekunden fehlten auf neuen Rekord

Auf die Zeit schaute man freilich beim zum W4-Cup zählenden, 6,9km langen Hauptlauf. War die Spitze in der ersten von sechs Runden noch dicht beisammen, startete der Kremser Wolfgang Hiller schon in Runde zwei den Angriff auf seinen dritten Sieg. Langen Schrittes sicherte er sich in 23:13 Minuten als Erster den Wanderpokal der Herren; gefolgt von einem starken Philipp Gintenstorfer (23:27) und Christoph Laister.

Heiß umkämpft war der Damentitel. Gleich nach dem Start hatte Lokalmatadorin und „Ironwoman“ Elisabeth Reiter ein hohes Tempo Richtung Streckenrekord angeschlagen, Conny Krapfenbauer nahm die Herausforderung an; nach einem Kilometer liefen sie gleichauf – lange klar auf Rekordkurs. „Dann wurden wir beide langsamer, ich konnte etwas Kraft tanken und mich in der fünften Runde absetzen – auf einen Zielsprint mit der kopfstarken Elisabeth wollt ich‘s nicht ankommen lassen“, sagt die Zwettlerin, die sich somit über ihren ersten W4-Cupsieg freuen durfte. Dass sich dann mit der Finisherzeit von 26:46 um vier Sekunden doch kein Rekord ausging, tat ihrer Freude keinen Abbruch. In 27:04 kam dann die LTU-Athletin als Zweite ins Ziel.