Verletzt: Harry Simon muss daheim die Wunden lecken. Knie wurde daheim behandelt. Harry Simon musste auch die Europameisterschaft auslassen, ist aber bereit fürs WM-Finale.

Von Maximilian Köpf. Erstellt am 28. Februar 2018 (02:07)
Harry Simon (50) will in Berlin, Inzell und Heerenveen wieder angreifen. Foto: privat
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Jetzt ist auch die nächste Medaillenchance für Harald Simon gestorben. Der Pfaffenschlager musste aufgrund der Knieverletzung, die ihm bereits am Start bei der Team-WM hinderte, jetzt auch die Europameisterschaft auslassen.

Im Russland-Grand-Prix vor zwei Wochen touchierte Niclas Svensson im Positionskampf Simons lädiertes Knie. Nicht so schlimm wie Martin Haarahiltunen, der Simon die tiefe Fleischwunde verpasst hat, aber doch genug, um die Wunde wieder rebellisch zu machen.

„Das Knie war wieder angeschwollen, er konnte es kaum abbiegen“, berichtet Schwester Helga Fronhofer. „Außerdem hat sich die Wunde wieder verschoben. Er hat gesagt: ‚Es hat keinen Sinn. Wenn ich die EM fahre, dann muss ich sicher die Rennen in Berlin und Inzell auslassen.“

Anstatt nach Vjatskije Poljany, eine einstmals bedeutende, für Waffenproduktion bekannte, russische Industriestadt, in der bis heute Kalashnikovs hergestellt werden, ging‘s also heim nach Pfaffenschlag. „Er ist in ärztlicher Behandlung“, so Fronhofer. „Es wird laufend besser.“ Am Donnerstag macht sich Harry Simon auf nach Berlin, wo die westeuropäischen Wochen der Einzel-WM starten. Nach Berlin kommt Inzell, das WM-Finale steigt in Heerenveen.

Bei der EM gab‘s übrigens einen russischen Dreifachsieg: Igor Kononov siegt vor Eduard Krysov und Nikita Bogdanov.